Stand: 20.01.2016 09:59 Uhr

Rosenkohl-Zubereitung: Tipps und Rezepte

Ob als Beilage, Auflauf oder in der Gemüsesuppe: Mit seinem würzig-nussigen Geschmack gehört Rosenkohl bei uns zu den beliebtesten heimischen Wintergemüsesorten. Im Vergleich zu anderen Kohlsorten zählt er zu den relativ jungen Gemüsearten: Erst im 19. Jahrhundert verbreitete er sich in Europa. Dort wurde er zuerst er in Belgien angebaut, weshalb er bis heute auch den Namen "Brüsseler Kohl" oder "Brüsseler Sprossen" trägt.

Frost verbessert das Rosenkohl-Aroma

Die kleinen runden Köpfe sind keine eigenen Kohlköpfe, sondern die Knospen der Rosenkohlpflanze. Diese wachsen zu Dutzenden am Stiel der Pflanze. Ähnlich wie Grünkohl verbessert auch Rosenkohl seinen Geschmack, wenn die Pflanze Frost oder kalten Temperaturen ausgesetzt war. Ein Teil der enthaltenen Stärke wandelt sich dann in Zucker um, der Kohl wird aromatischer und milder.

Viele Vitamine und Mineralstoffe

Wie alle Kohlsorten ist auch Rosenkohl sehr gesund: Er enthält etliche Vitamine und Mineralstoffe, zum Beispiel rund 115 Milligramm Vitamin C pro 100 Gramm - das ist fast eine Tagesration und mehr als bei jedem anderen Kohl. Außerdem enthält Rosenkohl verschiedene B-Vitamine, viel Folsäure für die Zellen, Zink für Haut und Haare, Eisen für die roten Blutkörperchen und Kalium zum Entwässern.

Frischer Rosenkohl schmeckt am besten

Als klassisches Wintergemüse hat Rosenkohl etwa von September bis in den März hinein Saison. Der frühe Rosenkohl hat dabei meist hellgrüne Blätter, später geerntete Sorten sind eher dunkelgrün. Seltener zu finden ist lilafarbiger Rosenkohl. Diese Variante unterscheidet sich geschmacklich nicht vom grünen Rosenkohl. Frischen Rosenkohl erkennt man an festen, geschlossenen Röschen ohne welke oder gelbe Blätter. Die Schnittflächen an den Strünken sollten glatt und hell sein.

Tipps zur Zubereitung

  • Vor dem Kochen die äußeren Blätter entfernen und den Strunk rausschneiden, so verliert der Rosenkohl seine Bitterkeit.
  • Den Rosenkohl in Salzwasser je nach Größe etwa acht bis zwölf Minuten kochen. Dann bleiben die Röschen fest und haben noch etwas Biss.
  • Eine weitere Möglichkeit der Zubereitung ist, die Blätter einzeln abzutrennen und kurz zu blanchieren. Danach die Blätter in der Pfanne kurz anbraten oder nach Belieben mit anderem Gemüse vermischt als Salat servieren.
  • Wer den intensiven Kohlgeschmack ein wenig abmildern möchte, gibt etwas Zucker oder Milch in das Kochwasser.
  • Menschen mit empfindlichem Magen können Rosenkohl mit etwas Kümmel oder Fenchelsamen zubereiten, um ihn bekömmlicher zu machen.
  • Als Beilage serviert, schmeckt Rosenkohl sehr gut mit etwas Butter und Muskatnuss oder wahlweise einigen angerösteten Mandelblättern. Auch als Auflauf oder Quiche sowie püriert als feine Suppe macht er sich hervorragend. Sehr gut passen dazu auch angebratene Apfelspalten.

Rosenkohl richtig lagern

Rosenkohl hält sich nicht so lange wie andere Kohlsorten. Im Kühlschrank ist er etwa vier Tage haltbar. Frischer Rosenkohl lässt sich aber auch sehr gut einfrieren. Dazu die geputzten Röschen zuvor etwa fünf Minuten blanchieren und leicht trocken tupfen. 

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