Stand: 17.07.2017 17:36 Uhr

Heidelbeeren: Klein, blau und gesund

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Die weiße, pelzige Schicht ist ein Merkmal für frische Früchte.

Heidelbeeren, Blaubeeren oder Bickbeeren: Für die kleinen blauen Früchte gibt es mehrere Bezeichnungen. In der Natur wachsen Heidelbeeren an niedrigen Sträuchern auf lockeren, sauren Böden, gern in lichten Nadelwäldern. Die Pflanzen gehören zu den Heidekrautgewächsen. Da sie sich auf geeigneten Böden rasch ausbreiten, stehen sie nicht unter Schutz, die Früchte dürfen geerntet werden.

Wild oder gezüchtet

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In Plantagen benötigen die Pflanzen mehrere Jahre, bevor sie Früchte tragen.

Neben wild wachsenden Waldheidelbeeren kommen immer mehr Kulturheidelbeeren auf den Markt, die sich von den wilden Früchten unterscheiden. So wachsen die Kulturpflanzen rund zwei Meter in die Höhe und produzieren deutlich größere Beeren. Obwohl sie sich äußerlich ähneln, sind nur die wilden Sorten blau durchgefärbt. Anthocyane, Pflanzenfarbstoffe, die das Blau erzeugen, färben beim Verzehr auch Zunge und Zähne ein. Bei Kultursorten, die ursprünglich aus Amerika stammen, steckt unter der Schale grünlich-gelbes Fruchtfleisch. Es enthält weniger Kerne als bei Wildsorten.

Kalorienarm und gesund

Heidelbeeren sind kalorienarm und sehr gesund. Sie enthalten viel Vitamin C, Folsäure und Eisen sowie Ballaststoffe, die für eine gute Verdauung wichtig sind. Die Farbstoffe haben gesundheitsfördernde Eigenschaften. Sie schützen die Blutgefäße vor Verengung und Ablagerungen, stärken das Immunsystem und wirken entzündungshemmend. Es lohnt sich also, sich regelmäßig eine ordentliche Portion der Früchte zu gönnen.

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Wilde Früchte vor dem Verzehr waschen

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Die Saison für die süß-säuerlichen Früchte beginnt Anfang Juli und dauert bis in den September. Wer Heidelbeeren im Wald sammelt, sollte die Früchte vor dem Verzehr gründlich waschen. Immer wieder gibt es Berichte, dass an den Beeren Eier des Fuchsbandwurms haften könnten. In der Wissenschaft gilt diese These allerdings als überholt. Werden die Früchte gekocht und als Marmelade oder Kompott gegessen, besteht grundsätzlich kein Risiko.

Woran erkennt man frische Früchte?

Beim Pflücken werden die druckempfindlichen Beeren vorsichtig von den Zweigen abgestreift und möglichst in flachen Gefäßen gelagert. Gekaufte Heidelbeeren sollten prall aussehen und einen leichte Pelzschicht haben. Sind die Früchte blank, sehr dunkel oder zeigen bereits welke Stellen, sind sie nicht mehr frisch. Im Kühlschrank können Heidelbeeren mehrere Tage aufbewahrt werden. Außerdem lassen sie sich gut einfrieren und ganzjährig als Tiefkühlware kaufen. Am besten vorher nicht waschen, sondern nur von Hand verlesen und dann in einen Gefrierbeutel oder eine Box füllen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR Fernsehen | Markt | 18.07.2016 | 20:15 Uhr

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