Stand: 15.01.2016 12:00 Uhr  | Archiv

Gesunde Zwiebeln: Tipps für die Zubereitung

von Benjamin Cordes

Zwiebeln sind wegen ihres intensiven Geruchs nicht bei jedem beliebt. Doch sie enthalten lebenswichtige Nährstoffe: Wer die zahlreichen Zwiebelsorten auf seinen Speiseplan nimmt, kann damit Krankheiten vorbeugen. Viele Speisen erhalten ihren typischen Geschmack erst durch die Verwendung von Speisezwiebeln, Gemüsezwiebeln, roten und weißen Zwiebeln, Schalotten, Frühlingszwiebeln, Perlzwiebeln oder Silberzwiebeln.

Zwiebelsorten: Geschmack und Zubereitung

Gesunde Zwiebeln: Nährstoffe und Tränen

Zwiebeln enthalten reichlich Kalium, Eisen, Zink, Folsäure und Carotinoide, die auch in Wurzelgemüse enthalten sind. Für das typische Aroma und die gesundheitliche Wirkung sorgen die sogenannten bioaktiven Pflanzeninhaltsstoffe:

  • Polyphenole wie das sogenannte Quercetin sollen die Immunabwehr stärken und entzündungshemmend wirken. Nach Ansicht einiger Experten verbessern sie die Fließeigenschaften des Blutes und verhindern dadurch Ablagerungen (Arteriosklerose).
  • Sulfide wirken ähnlich wie Polyphenole und sollen darüber hinaus den Blutdruck senken. Zu den Sulfiden gehört das fast geruchlose Alliin: Es wird beim Zwiebelschneiden in das stechend riechende Allicin umgewandelt, das die Augen tränen lässt. Die Zwiebel schützt sich dadurch vor Fressfeinden.

Zwiebel als Hausmittel gegen Krankheiten

Die antibiotische Wirkung von Zwiebeln hilft zum Beispiel gegen Wespenstiche. Warme Zwiebelsäckchen können Schmerzen im Ohr und an den Gelenken lindern. Zwiebelsirup soll gegen Halsschmerzen wirken. Besonders gesund ist aber der Verzehr von Zwiebeln, auch wenn dabei Mundgeruch entsteht. Tipp: die milderen Frühlingszwiebeln verwenden oder Zwiebeln zusammen mit fetthaltigen Speisen genießen.

Zwiebeln richtig schneiden

Am wirkungsvollsten sind frisch zubereitete rohe Zwiebeln. Auf keinen Fall im Blitzhacker zerkleinern - dabei können sie bitter werden. Am besten mit einem scharfen, dünnen Messer fein würfeln - oder größere Mengen mit einem großem Messer hacken. Für Salate Zwiebeln in feine Streifen hobeln. Etwas Öl im Salat oder Fett im Quark und Käse mildern die Schärfe der Zwiebeln ab.

Zwiebeln richtig garen

Gegart behalten Zwiebeln mindestens die Hälfte ihrer Wirkstoffe, wenn die Garflüssigkeit mitverzehrt wird. Beim Garen verschwindet das scharfe Aroma und die Süße kommt stärker zur Geltung. Die Kalorien in der Zwiebel stammen zu etwa 60 Prozent aus Zuckerarten und zu etwa 15 Prozent aus Eiweiß. Beim Braten entstehen durch das Aufeinandertreffen von Zucker und Eiweiß vielfältige Röststoffe und Aromen (Maillard-Reaktion). Zwiebeln verbrennen jedoch leicht. Beim Dünsten in wenig Fett entwickeln Zwiebeln eine milde Süße, die zur Abrundung Wein oder Essig verträgt.

Zwiebeln kaufen: Qualität erkennen

Zwiebeln sind das ganze Jahr über erhältlich. Beim Kauf sollte eine Zwiebel prall, fest, trocken und frei von grünen Trieben sein. Zwiebeln mit löchriger oder schrumpeliger Schale sollte man nicht kaufen. Dunkle Flecken unter der Haut deuten auf Fäulnis und Schimmel hin. Bei Frühlingszwiebeln sollten die Blätter kräftig und grün sein.

Zwiebeln luftig und trocken lagern

Zwiebeln sollten möglichst luftig und trocken gelagert werden - nicht in Beuteln oder Tüten aufbewahren. Weiße Zwiebeln halten einige Wochen, braune Zwiebeln bis zu einem halben Jahr. Ausnahme: Rote Zwiebeln  und Frühlingszwiebeln gehören ins Gemüsefach und halten sich dort etwa eine Woche.

Die Rezepte aus der Sendung

Frühlingzwiebel-Quark

Dieser Quark lässt sich einfach und schnell zubereiten und schmeckt als Brotaufstrich oder zu Pellkartoffeln und Gemüse. mehr

Orangen-Zwiebel-Salat

Der leckere und gesunde Salat lässt sich gut mit Kräutern oder Rucola und schwarzen Oliven ergänzen. mehr

Zwiebelsuppe

Ein Klassiker, der besonders gut mit geröstetem Brot und geschmolzenem Käse schmeckt. mehr

Zwiebel-Cremesuppe

Diese Suppe wird mit Milch und etwas Sahne zubereitet. Als Gewürze kommen Muskatnuss und ein Hauch Zimt zum Einsatz. mehr

Zwiebel-Portwein-Kompott

Das Kompott schmeckt warm oder kalt und ist eine tolle Beilage zu kurzgebratenem Fleisch und Pasteten. Es eignet sich auch gut als Brotaufstrich. mehr

Dieses Thema im Programm:

Markt | 18.01.2016 | 20:15 Uhr

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