Stand: 06.09.2011 11:47 Uhr
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Rainer Sass: Kochen mit Spaß
"Gutes Essen bringt gute Laune", sagt Rainer Sass. Vermutlich macht ihm Kochen deshalb so viel Spaß.
Rainer Sass, Fernsehkoch, Showtalent und Quasselstrippe kocht seit 25 Jahren mit wachsendem Erfolg im Norddeutschen Rundfunk. Damit gehört Sass neben Johann Lafer und Alfons Schuhbeck zu den dienstältesten aktiven Vorkochern auf dem Bildschirm und im deutschen TV-Programm. Angefangen hat er allerdings beim Radio - mit einer Kochsendung live aus dem Studio. "Kochen muss Spaß bringen und gutes Essen bringt gute Laune", lautet sein Credo.
Rainer Sass - Showtalent am Kochtopf
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Gepfefferte Leistung: Seit mehr als 25 Jahren steht Rainer Sass - hier ein Bild von 1993 - für den NDR am Herd.
1985 begann seine Medien-Karriere im Radio. Sass kochte bei NDR 2, gab Tipps für gelungene Menüs ...
... und wurde dabei von Uwe Bahn unterstützt. Im wahren leben ist der Autodidakt Sass aus Stade kein professioneller Koch, ...
... sondern lernte in einem Autohaus und wechselte später in die Versicherungsbranche, der er bis heute treu geblieben ist. Im NDR gelang ihm mit seiner Leidenschaft zum Kochen der Sprung vom Hörfunk vor die Fernsehkameras.
Sein Showtalent beweist Rainer Sass nicht nur bei der Zubereitung kreativer Gerichte. 1995 schlüpfte er passend zum jeweiligen Rezept in verschiedene Rollen - wie die des italienischen Kochs "Luigi".
Mit seinem roten Kochmobil klapperte Rainer Sass ganz Norddeutschland ab und kochte mit bekannten und weniger bekannten Gästen - hier etwa 2002 mit Herbert Seckler, Inhaber der legendären "Sansibar" auf Sylt.
Vielschichtige Unterhaltung gab es 2002 in Stade: Dieses Meisterwerk aus der Backstube des Tortenbäckes Alfred Kalthoff hatte beispielsweise mindestens sechs Schichten.
Ob Hinterhof, Fabrikgebäude oder Strand: Sass kochte meist an ungewöhnlichen Orten, wie hier 2003 im Watt vor Cuxhaven, wo es trotz Badeatmosphäre stilvoll zuging.
Ebenso bei Graf Carl-Eduard von Bismarck, Ur-Ur-Enkel des ersten deutschen Kanzlers auf Schloss Friedrichsruh: Dort schaute Sass auf eine Zigarrenlänge vorbei.
Jeder leidenschaftliche Koch weiß: Frischen Zutaten sind das A und O in der Küche. Und so stand das rote Kochmobil auch schon mal bei Gemüsebauer Rolf Kühn mitten im Blumenkohlfeld.
Hochwertige und frische Zutaten, das hat sich auch Spitzenkoch Dietmar Hagen (re) für die Kantinenkost auf die Fahne geschrieben und bei Kekshersteller Bahlsen den Speiseplan revolutioniert. Klar, dass auch Sass vorbeischaute.
Für seine Sendungen holte Rainer Sass immer wieder Spitzenköche mit ins Boot - oder, wie hier, in die Gondel: So glitt er 2007 mit Cornelia Poletto über die Alster, ...
... und mit Johann Lafer bereitete er einen Rehrücken vor.
Rainer Sass hat nicht nur tolle Tipps fürs Kochen auf Lager, sondern auch fürs Gärtnern. Das bewies er beim Rollentausch zum 20. Jubiläum von DAS! 2011: Verkleidet als Fernsehgärtner John Langley macht er eine gute Figur.
Kreative und trotzdem unkomplizierte Küche: Gemeinsam mit Susanne Stichler präsentierte Sass im Sommer 2011 bei DAS! grillt pfiffige Rezeptideen und zeigte, dass man sogar Obst grillen kann.
Kreative und trotzdem unkomplizierte Küche: Gemeinsam mit Susanne Stichler präsentierte Sass im Sommer 2011 bei DAS! grillt pfiffige Rezeptideen und zeigte, dass man sogar Obst grillen kann.
1954 in Hamburg geboren, absolvierte Sass nach der Schule zunächst eine Lehre als Kaufmann in einem Autohaus. Anschließend wechselte der "Tausend-Sassa" in die Versicherungsbranche, in der er neben seinem Job als TV-Koch und Gourmet-Reporter noch heute tätig ist. Mit vier Brüdern im niedersächsischen Stade aufgewachsen, entdeckte er bereits als Kind seine Leidenschaft fürs Kulinarische. Seiner Mutter half er Suppen, Soßen und Konserven zu verfeinern. Zudem belegte er freiwillig in der Schule Kochkurse - und das als einziger Junge.
Der Autodidakt hospitierte bei Meisterköchen
Auch mit Sternekoch Johann Lafer (l.) hat Rainer Sass schon am Herd gestanden. Er besuchte ihn mit seinem Kochtresen.
Trotz Lust und Leidenschaft: Ein Job als Profikoch kam für Rainer Sass nie in Frage. Er wollte sein Geld als Kaufmann verdienen. Das meiste davon hat er aber gleich für Töpfe und Pfannen ausgegeben und für kulinarische Reisen zu Sternerestaurants und Gourmettempeln in ganz Deutschland. Bei Eckhart Witzigmann in München ("Aubergine") und Hans-Peter Wodarz in Wiesbaden ("Die Ente im Lehel") durfte Rainers Sass nicht nur tafeln, sondern sogar hospitieren und den Meisterköchen in die Töpfe schauen.
Seinen ersten Kontakt zum NDR verdankt der kochende Autodidakt einem Unfall im Jahre 1984. Bei Sprungübungen der freiwilligen Feuerwehr Stade zog er sich schwere Kopfverletzungen zu. Ein Rundfunkreporter berichtete über das Unglück und interviewte den Patienten am Krankenbett. Rainer Sass nahm die Gelegenheit beim Schopfe und erzählte von seiner Leidenschaft und der Idee, Kochrezepte im Radio zu präsentieren. Das Konzept kam an. Ab 1985 durfte Rainer Sass unter anderem auf NDR 2 seine Küchentipps präsentieren. Den Weg zum Fernsehen bahnte sich der schräge Kultkoch dann selbst. Mit einem Koffer voller Ideen, Rezepten und Rotwein klapperte er die Redaktionen ab. Zunächst durfte er im Jungendprogramm auftreten, dann in den Vorabendmagazinen seine Rezepte vorstellen.