Stand: 16.01.2017 11:24 Uhr

Rheuma erkennen und behandeln

Diagnose

Der Rheuma-Index DAS 28

Der DAS 28 (Disease Activity Score 28 - Krankheitsaktivitätsindex für die 28 untersuchten Finger-, Hand-, Ellenbogen-, Schulter- und Kniegelenke) beschreibt den Krankheitsfortschritt. Parameter sind die Anzahl der druckschmerzhaften und der geschwollenen Gelenke, die Blutkörperchen-Senkungsgeschwindigkeit und die Patienteneinschätzung zu seiner Krankheit. Ein DAS28 unter 2,6 wird als Remission gewertet. Bei Werten bis 3,2 bedeutet gilt das Rheuma als inaktiv, Werte über 5,1 bedeuten eine hohe Entzündungsaktivität.

Sind mehrere Gelenke länger als sechs Wochen entzündet, besteht der Verdacht auf rheumatoide Arthritis. Der Arzt wird Blut abnehmen: Erhöhte Blutsenkung und erhöhtes CRP (C-reaktives Protein) weisen allgemein auf eine Entzündung hin. Lassen sich zudem der sogenannte Rheumafaktor und bestimmte Antikörper nachweisen, dann gilt die Diagnose rheumatoide Arthritis als gesichert. Es gibt allerdings auch eine "seronegative" Form dieser Erkrankung, bei der Rheumafaktor und Antikörper fehlen. Im Ultraschall lässt sich gegebenenfalls die entzündlich verdickte Gelenkinnenhaut erkennen.

Therapie

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Entzündungsherde in den Fingergelenken zeigt das optische Bildgebungsverfahren, das mit einem Fluoreszenz-Farbstoff und Nahinfrarot-Licht arbeitet.

Wie die meisten rheumatischen Erkrankungen zählt die rheumatoide Arthritis zu den chronischen Krankheiten. Betroffene können ihren Krankheitsverlauf aber verlangsamen oder sogar ganz zum Stillstand bringen. Besonders günstig ist die Prognose, wenn sie innerhalb der ersten drei Monate eine Therapie beginnen. Deshalb sollten Betroffene rechtzeitig einen Rheumatologen aufsuchen.

Der Facharzt wird zusammen mit dem Patienten einen Behandlungsplan erarbeiten, der auf entzündungshemmende Medikamente setzt, vor allem aber auch auf eine spezielle entzündungshemmende Ernährung. Fleisch sollte nur noch selten auf den Tisch kommen, weil es viel entzündungsfördernde Arachidonsäure enthält. Der Schlüssel zum Erfolg besteht einerseits in guten Fetten, insbesondere Omega-3-Fettsäuren - etwa in fettem Fisch wie Hering, Lachs, Makrele, Thunfisch oder in Leinöl - und andererseits in pflanzlichen Mineralstoffen und Antioxidantien. Gerade die Stängel und Blätter, die wir beim Kochen wegwerfen, sind besonders reich an diesen wertvollen Stoffen und lassen sich zu leckeren grünen Smoothies verarbeiten. Diese Ernährung schützt auch das Herz.

Um eventuelle Schmerzen einzudämmen und die Beweglichkeit der Gelenke zu erhalten, hilft regelmäßige Bewegung: Krankengymnastische Übungen verbessern die Mobilität der Gelenke und trainieren die umgebende Muskulatur. Auch Wärme-, Kälte- oder Elektrotherapie können unterstützend zum Einsatz kommen.

Im fortgeschrittenen Stadium ist bei manchen Betroffenen eine Operation unumgänglich, bei der zerstörte Gelenke durch eine Prothese ersetzt oder, wenn dies nicht möglich ist, zum Beispiel versteift werden.

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