Oft übersehen: Rheuma schädigt Herz
Bei Rheuma handelt es sich um eine Entzündungsreaktion, die auch die Blutgefäße im Herzen oder im Gehirn angreifen kann. Außerdem: Wieviel Fleisch ist gesund?mehr
Sie sind mikroskopisch klein, hoch infektiös und verbreiten sich in Windeseile: Influenza-Viren, die Erreger der Grippe. Viele Menschen hat es bereits erwischt, die Viren sorgen für überfüllte Wartezimmer in den Arztpraxen.
Die Grippewelle ist in Norddeutschland angekommen und zwar früher und mit mehr Infektionsfällen als im vergangenen Jahr. Dabei beobachten die Experten auch neue Virusstämme.
Zurzeit machen vor allem drei Virusstämme den Medizinern Sorgen: Influenza A(H1N1)pdm09, die sogenannte Schweinegrippe, Influenza A(H3N2) und Influenza B-Viren. Das Berliner Robert-Koch-Institut verfolgt die Ausbreitung der Erreger und den Verlauf der Grippewelle. Auffällig ist in diesem Jahr die extrem schnelle Verbreitung: Während es Anfang des Jahres so gut wie keine Erkrankungen gab, steigen die Grippefälle nun von Woche zu Woche deutlich an. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der Neuerkrankungen doppelt so hoch.
Die Virusstämme können auch die Lungen der Patienten angreifen. Das ist gefährlich, und die Betroffene müssen sofort in einer Klinik behandelt werden.
Versagen die Lungen, hilft nur die sogenannte Extrakorporale Membranoxygenierung. Dabei übernimmt eine Maschine vollständig die Atemfunktion des Patienten und reichert das Blut wie bei einer Blutwäsche außerhalb des Körpers mit Sauerstoff an.
Typisch für die Grippe ist ein plötzlicher und heftiger Beginn der Erkrankung: Die Betroffenen leiden von einer Minute auf die andere unter Symptomen wie hohem Fieber, Halsschmerzen, Husten, Kopf- und Gliederschmerzen, Schluckbeschwerden, Augenbrennen und Niedergeschlagenheit. Eine gezielte medikamentöse Behandlung der Grippe ist nur in den ersten zwei Tagen der Erkrankung möglich, danach können Ärzte nur die Symptome lindern und Folgeerkrankungen wie zum Beispiel eine Herzmuskelentzündung vermeiden.
Wer bereits unter einer Grippe leidet, sollte sich dringend schonen, denn Ruhe ist bei dieser Erkrankung unverzichtbar und die beste Medizin. Um eine Infektion zu vermeiden, sollte man derzeit lieber große Menschenmengen meiden und häufiger die Hände waschen. Wer gesund ist, kann sich noch impfen lassen.
Prof. Dr. Andreas Plettenberg, Infektiologe
IFI-Institut für Interdisziplinäre Medizin
an der Asklepios Klinik St. Georg
Lohmühlenstraße 5
20099 Hamburg
PD Dr. Hans-Peter Hauber, Lungenfacharzt
Lungenfunktionslabor und Pneumologie
Abteilung für Kardiologie, Angiologie, Pneumologie und internistische Intensivmedizin
Asklepios Klinik Altona
Paul-Ehrlich-Straße 1
22763 Hamburg
Tel. (040) 18 18 81 12 21
Joachim Kurzbach
Facharzt für Allgemeinmedizin
Rahlstedter Bahnhofstraße 25
22143 Hamburg
Tel. (040) 677 32 29
Fax (040) 677 27 26
Priv.-Doz. Dr. Stefan Kluge
Direktor der Klinik für Intensivmedizin
I. Medizinische Klinik und Poliklinik
Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
Martinistraße 52
20246 Hamburg
Dr. Stefan Schmiedel, Oberarzt
Leiter Bereich Klinische Infektiologie, Tropenmedizin
I. Medizinische Klinik und Poliklinik
Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
Martinistraße 52
20246 Hamburg