Programmtipp
Ein Hüftgelenk

Nach Gelenkersatz schnell wieder fit

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22.04.2014 | 20:15 Uhr

Wenn eine Arthrose weit fortgeschritten ist, kann ein künstliches Gelenk neue Beweglichkeit ohne Schmerzen ermöglichen. Außerdem: Vorsicht bei Wasser in den Beinen.mehr

 
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So kommen Sie heil aus dem Krankenhaus

Arzt am Bett eines älteren Patienten im Krankenhaus © dpa Falsche Spritzen, verwechselte Medikamente, vertauschte Röntgenbilder: Auch "Halbgötter in Weiß" machen Fehler. Deshalb sollten Patienten während ihres Klinikaufenhaltes mitdenken. Reden ist wichtig - und fragen: Hat der Arzt das Problem wirklich verstanden? Ist er bei der Diagnose sicher? Schon vor dem ersten Kontakt mit dem Arzt ist es wichtig, der eigenen Einschätzung zu vertrauen. Bei Atemnot, starken Schmerzen oder Blutungen sollte der Patient aufpassen, dass er im hektischen Klinikalltag nicht vergessen wird.

Fakten für die Anmeldung

Bereits bei der Anmeldung darf nichts verloren gehen.

Dazu gehören:

  • Name
  • Alter
  • mögliche Allergien
  • chronische Krankheiten
  • regelmäßig eingenommene Medikamente oder Unverträglichkeiten, wie zum Beispiel eine Penicillin-Allergie.

Kennt der Patient Ärzte und Pflegepersonal mit Namen, erleichtert das den Umgang.

Vorbereitung auf eine Operation

Wer krank ist, ist oft auch geschwächt und unaufmerksam. Deshalb kann es helfen, Freunde, Bekannte, Verwandte zu entscheidenden Terminen mitzunehmen - zum Beispiel kurz vor einer Operation. Vier Augen und Ohren bekommen mehr mit als zwei. 

Folgende Fragen sollten im Vorfeld geklärt werden:

  • Was soll mit dem Eingriff erreicht werden?
  • Nach welchem Verfahren wird operiert?
  • Wie lange wird es dauern?

Auch direkt vor der Operation kann der Patient selbst Fehler vermeiden helfen. Zum Bespiel sollte er darum bitten, dass das kranke Körperteil markiert wird. So kann es beim Eingriff zu keiner Verwechslung kommen. Was viele nicht wissen: Inzwischen sollte ein Gebissschutz während jeder OP die Zähne des Patienten sichern. Betroffene sollten also danach fragen. Das Operationsteam sollte mit Sicherheitschecklisten arbeiten, etwa von der WHO (World Health Organziation) oder der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie.

Kann lebensrettend sein: Handhygiene

Richtlinien für Handdesinfektion

• vor Patientenkontakt
• vor aseptischen Tätigkeiten
• nach Kontakt mit potentiell infektiösen Materialien
• nach Patientenkontakt
• nach Kontakt mit Oberflächen in unmittelbarer Umgebung des Patienten

Quelle: Aktion Saubere Hände

Nicht nur das Personal sollte in Sachen Hygiene auf dem neuesten Stand und professionell geschult sein. Auch Ihre Besucher können bei unzureichender Handhygiene Erreger übertragen. Bevor sie in das Zimmer kommen, haben sie vielleicht Hände geschüttelt, haben U-Bahn-Haltegriffe, Fahrstuhlknöpfe oder Einkaufswagen angefasst  und haben sich nach einem Toiletten-Gang nicht ausreichend die Hände gewaschen. Bitten Sie Ihre Besucher also, sich gründlich die Hände zu waschen.

Rückkehr nach Hause

Und noch etwas sollte vor dem Eingriff klar sein: Wer versorgt mich anschließend zu Hause? Wer vorher schon ein wenig an nachher gedacht hat, kann entspannter regenerieren und laut Statistiken schneller das Krankenhaus verlassen.

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Dieser Artikel wurde ausgedruckt unter der Adresse: http://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/gesundheitswesen/klinikaufenthalt100.html
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Ratgeber zum Thema

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