Sendedatum: 10.04.2012 20:15 Uhr  | Archiv

Yoga - gut fürs Herz

In Deutschland gibt es etwa drei bis vier Millionen Yoga-Schüler. Yoga ist eine der sechs klassischen Schulen der indischen Philosophie. Der Begriff Yoga bedeutet "Vereinigung" und "Integration" von Körper und Seele. Die vielen verschiedenen Formen des Yogas umfassen sowohl geistige als auch körperliche Übungen, die sogenannten Asanas.

Eine Frau macht die Yoga-Übung "Kobra". © dpa Fotograf: Jörg Schmitt

Yoga - gut fürs Herz

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Studien zeigen, dass Yoga weit mehr als eine esoterische Form der Tiefenentspannung ist. Die entspannende und muskelkräftigende ist positiv für das Herz-Kreislauf-System.

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Das Iyengar-Yoga wurde in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts von dem indischen Yogi B.K.S. Iyengar entwickelt. Neben der korrekten Ausführung der Yogahaltungen (Asanas) kommen Hilfsmittel wie Matten, Gurte, Klötze, Polster oder Rückenbänke zum Einsatz. Daher soll sich diese Übungsform besonders für Yoga-Schüler mit körperlichen Beschwerden eignen.

Viele positive Einflüsse auf den Körper

Internationale Studien zeigen, dass Yoga weit mehr ist als eine esoterische Form der Tiefenentspannung. Vor allem bei psychosomatischen und chronischen Erkrankungen konnten therapeutische Einflüsse nachgewiesen werden. So hat die entspannende und muskelkräftigende Wirkung positive Einflüsse auf das Herz-Kreislauf-System: der Blutdruck sinkt, der Herzschlag wird langsamer und regelmäßiger, sodass sogar eine Verminderung des Herzinfarkt-Risikos nachgewiesen werden konnte. US-Amerikanische Forscher fanden heraus, dass Yoga den Blutspiegel des Stresshormons Cortisol signifikant senkt. Außerdem konnten positive Auswirkungen auf erhöhte Blutfette, chronische Rückenschmerzen und Depressionen nachgewiesen werden.

Auch wenn fernöstliche Heilmethoden oft als sanft und harmlos gelten, kann Yoga auch Schaden anrichten. Einige Übungen sind bei einigen Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Wirbelsäulenschäden und Rückenbeschwerden aus schulmedizinischer Sicht riskant. Daher sollten Yoga-Schüler auf ihren Körper hören, ihren Hausarzt informieren und sich nur gut ausgebildeten Lehrern unterrichten lassen.

Interviewpartner im Beitrag:

Prof. Dr. Andreas Michalsen
Stiftungsprofessur für Klinische Naturheilkunde
Charité-Universitätsmedizin Berlin
Chefarzt des Zentrums für Naturheilkunde
Immanuel Krankenhaus Berlin Wannsee
Königstraße 63
14109 Berlin
Tel. (030) 80 50 56 91
E-Mail: naturheilkunde(at)immanuel.de

Hermann Traitteur
Leiter des Iyengar-Yoga-Instituts Berlin
Torstrasse 126
10119 Berlin
Tel. (030) 28 59 97 89
E-Mail: info(at)iyengar-yoga-berlin.de

Autorin des Ferrnsehbeitrags:
Sara Rainer

Dieses Thema im Programm:

Visite | 10.04.2012 | 20:15 Uhr

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