Stand: 14.11.2014 15:06 Uhr  | Archiv

Wie gefährlich ist die Grippe?

Erkältungsviren halten das Immunsystem auf Trab und härten uns ab. Bei einer echten Grippe sieht das anders aus. Im Gegensatz zu einem grippalen Infekt bekommt man bei einer Grippe hohes Fieber, hat Schmerzen und leidet unter Schüttelfrost. Strenge Bettruhe ist angesagt. Doch das ist nicht alles: Die Influenzaviren schwächen den Körper wesentlich mehr als Erkältungsviren. Der Körper ist anfälliger für Folgeerkrankungen und in schweren Fällen kann eine Grippeinfektion zu Lungen-, Hirnhaut- oder Herzmuskelentzündungen und sogar zum Tod führen.

Die Grippe - die gefährlichste Seuche Deutschlands oder Europas?

Pro Jahr sterben wesentlich mehr Menschen an einer Grippe als durch Verkehrsunfälle. Allein in Deutschland gibt es jedes Jahr etwa 15.000 Grippetote - fast fünf Mal so viele wie Verkehrstote. Eine schockierende Zahl. Die Grippe kann zu einer richtigen Pandemie werden. Als die Spanische Grippe 1918 über Europa fegte, tötete sie fast 50 Millionen Menschen und gilt seitdem als die gefährlichste Seuche überhaupt.

Die Influenzaforschung - wieso ist sie so langwierig?

Im Nationalen Referenzzentrum für Influenza am Robert Koch-Institut in Berlin untersuchen Grippeforscher die Eigenschaften der Viren, vergleichen Daten mit anderen Ländern und arbeiten an der Entschlüsselung der verschiedenen Impfstämme. Doch die Erforschung der Influenzaviren ist schwierig, denn die Viren sind extrem wandlungsfähig. Die Forscher müssen die Grippe deshalb ständig im Auge behalten, um Veränderungen feststellen und darauf reagieren zu können.

Aus der ganzen Republik bekommen die Berliner Forscher deshalb täglich bis zu 150 Päckchen mit Rachenabstrichen von Patienten. Um zusätzliche Daten von Patienten zu bekommen, initiierte das Robert-Koch-Institut vor einigen Jahren das so genannte "GrippeWeb". Hier kann jeder, der an einer Grippe erkrankt ist, die Fragen der Wissenschaftler anonym und ganz bequem von zu Hause beantworten und so einen Beitrag für die Forschung liefern.

Die Grippeimpfung

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Darüber können die Forscher Vorhersagen über die weitere Entwicklung der Grippe treffen und einen optimalen Impfstoff herstellen. Wie bei vielen anderen Impfstoffen enthält auch der Grippeimpfstoff abgeschwächte oder tote Grippeviren. Der Körper entwickelt auf diese Weise Antikörper gegen die Viren und ist geschützt. Vor allem für ältere Menschen kann eine Impfung lebenswichtig sein. Doch die Wissenschaftler empfehlen auch chronisch Kranken und Schwangeren oder Menschen, die viel in Kontakt mit anderen Menschen sind, sich impfen zu lassen.

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