Stand: 23.06.2015 11:33 Uhr

Was tun bei einem Lipödem?

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Bei einem Lipödem sind die betroffenen Stellen sehr berührungs- und druckempfindlich.

Das Lipödem ist eine Fettverteilungsstörung, die vor allem bei Frauen auftritt und bei der es zu einer Fettvermehrung kommt. Besonders betroffen sind Ober- und Unterschenkel, die Hüfte und das Gesäß sowie selten auch die Arme. Die genauen Ursachen sind nicht geklärt. Da die ersten Symptome meist in der Pubertät oder nach Schwangerschaften auftreten, vermuten Experten hormonelle Auslöser. Die Neigung zum Lipödem scheint vererbbar zu sein.

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Lipödem: Kasse will OP nicht zahlen

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Andrea D. schläft seit sechs Jahren keine Nacht durch. Der Druck des Gewichts von Armen und Beinen tut weh. Sie leidet an einem Lipödem. Eine OP will die Krankenkasse nicht zahlen.

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Fettzellen vermehren sich unkontrolliert

Beim Lipödem vermehren sich die Fettzellen im Unterhautfettgewebe unkontrolliert. An den betroffenen Stellen lassen sich harte Knubbel tasten, während Knöchel und Handgelenke schlank bleiben. Zwischen den Fettzellen kommt es zu Wassereinlagerungen - sogenannten Ödemen. Sie drücken auf das umliegende Gewebe, sodass es insbesondere abends, nach langem Stehen und bei warmen Temperaturen zu Spannungs- und Schweregefühlen der Beine kommt. Die betroffenen Stellen sind sehr berührungs- und druckempfindlich. Bereits nach kleinen Stößen treten Blutergüsse auf.

Krankheit verläuft in drei Stadien

Bei einem zumeist schlanken Oberkörper wirken die Beine schließlich unproportioniert dick. Die Erkrankung verläuft in drei Stadien: Im Stadium I ist die Unterhautschicht noch gleichmäßig verdickt, im Stadium II wird sie knotenförmig und führt zu Unebenheiten der Hautoberfläche. Im fortgeschrittenen Stadium III verhärtet sich das Gewebe zunehmend, es entstehen ausgeprägte Fettwülste, die im Knie- und Oberschenkelbereich zu einer Behinderung beim Gehen führen können.

Nur Symptome können behandelt werden

Die Fettansammlungen lassen sich weder durch Diäten noch durch Sport reduzieren. Bislang ist es nicht möglich, ein Lipödem ursächlich zu behandeln. Daher können lediglich die Symptome behandelt werden. Mithilfe der komplexen physikalischen Entstauungstherapie, einer Kombination aus regelmäßiger manueller Lymphdrainage, Krankengymnastik und dem Tragen von Kompressionsstrümpfen, können die Beschwerden gelindert werden.

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Ab Stadium II hat sich zusätzlich eine gezielte Fettabsaugung (Vibrationsliposuktion) bewährt. Dabei werden die krankhaften Fettmassen unter örtlicher Betäubung mit einer sehr dünnen, abgerundeten und vibrierenden Sonde abgesaugt. So können normale Körperformen wieder hergestellt und die Beschwerden dauerhaft gelindert werden. Zudem kann eine möglichst frühe Operation die Entwicklung gefährlicher Folgeerkrankungen wie Lymphödeme oder offene Beine verhindern.

Experten empfehlen, den Eingriff unbedingt in einer spezialisierten Klinik durchführen zu lassen, da er viel Erfahrung erfordert. Bisher übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten von mehreren Tausend Euro pro Eingriff allerdings nur in Einzelfällen.

Interviewpartner im Beitrag:

Dr. Christina Schreiber
Fachärztin für Allgemeinmedizin und Phlebologie
Zentrum für Gefäßmedizin Hamburg
Paul-Dessau-Straße 3e
22761 Hamburg
Tel. (040) 460 03 90
Fax: (040) 46 00 39 99
E-Mail: info@gefaesszentrum.de

Astrid Hiller
Rechtsanwältin
bis 15. Juli 2015:
Kanzlei Steinbach & Partner
Holsatenring 75
24539 Neumünster
Tel. (04321) 996 50
Fax: (04321) 99 65 65
E-Mail: info@steinbachpartner.de
Internet: www.steinbachpartner.de

ab 16. Juli 2015:
Kanzlei Dr. Wadephul
Holtenauer Straße 61
24104 Kiel
E-Mail: hiller@wadephul.de   

Prof. Dr. Schmeller
Facharzt für Dermatologie
Hanse-Klinik GmbH
St.-Jürgen-Ring 66
23564 Lübeck
Tel. (0451) 50 27 70
Fax: (040) 50 27 219
E-Mail: info@hanse-klinik.de
Internet: www.hanse-klinik.de

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Visite | 23.06.2015 | 20:15 Uhr

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