Stand: 14.08.2017 17:47 Uhr

FAQ: Was gehört in die Hausapotheke?

Schnell ist es passiert: am Kaffee verbrüht, im Bad ausgerutscht oder mit dem Hammer den Nagel am Finger statt den in der Wand getroffen. Für kleine Unfälle oder leichte Wehwehchen wie Kopfschmerzen oder Verdauungsprobleme gehört eine gut ausgestattete Hausapotheke in jeden Haushalt.

Kontrolle der Hausapotheke.

Dr. Wimmer: Eine Hausapotheke zusammenstellen

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Pflaster, Schmerztablette, Nasenspray: Um für kleine Notfälle gerüstet zu sein, haben die meisten eine Hausapotheke. Was sollte drin sein, was besser nicht?

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Woraus besteht die Grundausstattung?

Neben Verbandszeug wie Mullbinden und Pflastern in verschiedenen Größen sollten in der Hausapotheke auch Hilfsmittel wie Fieberthermometer, Pinzette und Zeckenzange zu finden sein. Nicht fehlen sollten zudem die wichtigsten Notfallmedikamente. Dazu zählen Schmerz- und Fiebermittel, Mittel gegen Erkältungen und Allergien sowie Medikamente gegen Verdauungsbeschwerden. Zur gut ausgestatteten Hausapotheke gehören außerdem Kühlkompressen, die allerdings im Kühlschrank aufbewahrt werden sollten.

Wo sollte ich die Hausapotheke aufbewahren?

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Werden Medikamente zu hell oder feucht gelagert, kann das ihre Wirkung beeinträchtigen.

Optimal für die Aufbewahrung der anderen Produkte ist ein möglichst dunkler, kühler und trockener Ort. Geeignet sind etwa das Schlafzimmer, eine Abstellkammer oder der Flur. Eher ungeeignet ist das Badezimmer, weil es dort zu feucht ist, was die Wirkung der Medikamente beeinträchtigen kann. Auch die Fensterbank scheidet aus, da Medikamente keiner direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt sein sollten. Außerdem sollte die Hausapotheke für Kinder unzugänglich sein.

Was gehört nicht hinein?

Schlaf- und Beruhigungsmittel gehören nicht in die Hausapotheke. Diese Medikamente machen schnell abhängig und sollten immer nur für kurze Zeit genommen werden. Auch Antibiotika haben nichts in der Hausapotheke zu suchen. Diese Medikamente sollten nur genommen werden, wenn sie aufgrund einer akuten Erkrankung vom Arzt verschrieben worden sind.

Wie lange dürfen Medikamente aufbewahrt werden?

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Der Inhalt der Hausapotheke sollte regelmäßig kontrolliert werden.

Medikamente sind unterschiedlich lange haltbar, die meisten nicht länger als drei Jahre. Das Verfallsdatum auf der Packung sollte man unbedingt beachten, denn einige Medikamente werden mit der Zeit unwirksam. Andere können sogar gefährlich werden, weil sie sich zersetzen, wenn sie abgelaufen sind. Augentropfen, Salben und Nasensprays sowie Cremes und Gels halten nach dem Öffnen manchmal nur etwa vier Wochen. Genaue Angaben dazu stehen im Beipackzettel. Um die Haltbarkeit nicht zu überschreiten, am besten auf der Verpackung notieren, wann das Medikament angebrochen wurde. Entwickelt ein Medikament innerhalb des Haltbarkeitszeitraums einen auffälligen Geruch oder verfärbt sich, sollte man besser in der Apotheke nachfragen.

Muss ich Beipackzettel und Schachtel aufheben?

Auf der Packungsbeilage und Schachtel stehen wichtige Informationen zu Nebenwirkungen, zur Haltbarkeit und zur korrekten Einnahme des Medikaments. Deshalb sollte der Beipackzettel immer gemeinsam mit dem Medikament aufbewahrt werden.

Wie oft soll ich den Inhalt kontrollieren?

Es empfiehlt sich, die eigene Hausapotheke mindestens einmal im Jahr gründlich zu kontrollieren. Abgelaufene Medikamente sollten aussortiert werden. Sie können laut Bundesgesundheitsministerium in den Hausmüll geworfen werden, viele Apotheken nehmen sie aber auch zurück. Auf keinen Fall sollten sie über Toilette oder Waschbecken entsorgt werden, da sie auf diese Weise in den Wasserkreislauf geraten. Bei der Kontrolle sollte man auch darauf achten, ob alles noch an seinem Platz und in ausreichender Menge vorhanden ist und fehlende Medikamente ersetzen.

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