Stand: 11.01.2016 10:32 Uhr  | Archiv

Ständige Müdigkeit: Was kann dahinterstecken?

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Ständige Müdigkeit kann verschiedene Ursachen haben.

Ständig schlapp und müde - nicht immer sind die dunklen Monate im Herbst und Winter für Abgeschlagenheit verantwortlich. Generell signalisiert der Körper damit einen Mangel - sei es an Schlaf, Flüssigkeit, Sauerstoff, Licht oder Bewegung. Sind Leistungsabfall und Müdigkeit aber ungewohnt hartnäckig und dauern länger als vier Wochen, kann durchaus auch eine Erkrankung dahinterstecken. Besonders aufmerksam sollte man werden, wenn gleichzeitig noch andere Symptome wie Fieber, Schmerzen oder Schwindel auftreten.

Bluttest kann Aufschluss geben

Meist schafft aber schon ein Bluttest beim Hausarzt Klarheit, denn zu den häufigsten Ursachen chronischer Müdigkeit zählen Eisenmangel sowie die Schilddrüsenunterfunktion. Vom Eisenmangel sind vor allem Patienten mit chronischen Darmerkrankungen häufig betroffen. Dieser führt zu einer Unterversorgung des Blutes mit Sauerstoff und in der Folge zu einer Blutarmut, die Müdigkeit auslöst. Mithilfe von Infusionen kann der Eisenwert in diesem Fall wieder auf ein normales Niveau angehoben werden.

Stellt der Arzt hingegen eine Schilddrüsenunterfunktion fest, helfen Tabletten mit dem Hormon Thyroxin. Davon produziert die Schilddrüse bei einer Unterfunktion zu wenig, sodass sich lebenswichtige Stoffwechselprozesse verlangsamen. Im Ergebnis läuft der Körper ständig auf Sparflamme, dauerhafte Müdigkeit setzt ein. Auch eine Nierenfunktionsstörung oder eine Fettleber können für eine starke Müdigkeit verantwortlich sein.

Nebenwirkungen von Medikamenten

Lässt sich beim Bluttest allerdings keine Ursache finden, hilft manchmal auch ein Blick auf den Beipackzettel. Denn wer regelmäßig Medikamente nehmen muss, sollte auch mögliche Nebenwirkungen im Auge behalten: Schmerzmittel, Psychopharmaka und Präparate gegen Allergien können müde machen.

Atemaussetzer im Schlaf?

Eine weitere Möglichkeit ist die mangelnde Sauerstoffzufuhr, zum Beispiel durch starkes Schnarchen oder gar Atemaussetzer während des Schlafes. Wer sich schon morgens nach dem Aufstehen schlapp fühlt, sollte auch dies abklären lassen.

Interviewpartner

Im Studio:
Dr. Rainer Günther
Internist
Bereichsleitung Hepatologie, Oberarzt, MHM
Klinik für Innere Medizin I
UKSH, Campus Kiel
Arnold Heller Straße 3, Haus 6
24105 Kiel
Tel. (0431) 597 13 93
Fax. (0431) 597 14 26
Internet: www.uksh.de/innere1-kiel/

Im Beitrag:
Prof. Stefan Schreiber
Direktor der Klinik für Innere Medizin I
Klinik für Innere Medizin I
UKSH, Campus Kiel
Arnold Heller Straße 3, Haus 6
24105 Kiel
Tel. (0431) 597 12 70
Fax. (0431) 597 12 48
Internet: www.uksh.de/innere1-kiel/

Dr. Catharina Bullmann
Internistin
amedes experts 
Facharztzentrum für Endokrinologie
Mönckebergstraße 10
20095 Hamburg
Tel. (0800) 589 16 88
Fax. (040) 380 70 83 10
Internet: www.amedes-experts-hamburg.de/

PD Dr. Nikolaus
Internistin
Stellvertretende Leiterin des CCIM, Oberärztin
Klinik für Innere Medizin I
UKSH, Campus Kiel
Arnold Heller Straße 3, Haus 6
24105 Kiel
Tel. (0431) 597 12 80
Fax. (0431) 597 22 19
Internet: www.uksh.de/innere1-kiel/

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Visite | 12.01.2016 | 20:15 Uhr

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