Stand: 01.03.2016 10:52 Uhr

Infarkt im Rückenmark: Symptome und Therapie

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Nicht nur im Gehirn, auch im Rückenmark kann es zu einem Schlaganfall kommen.

Beim Thema Schlaganfall denken die meisten zuerst an den Infarkt im Gehirn. Eher unbekannt ist, dass ein Schlaganfall mit ähnlich dramatischen Folgen auch an anderen Stellen im Körper stattfinden kann - zum Beispiel im Rückenmark. Wird die Durchblutung hier durch ein verstopftes Gefäß oder ein Blutgerinnsel gestoppt, kommt es zum sogenannten spinalen Schock.

Zwi Männer sitzen vorm PC.

Schlaganfall im Rückenmark

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Nicht nur im Gehirn, auch im Rückenmark kann es zu einem Schlaganfall kommen - wenn die Durchblutung beispielsweise durch ein verstopftes Gefäß gestoppt wird. Was sind die Symptome?

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Spinaler Schock: Ausfall motorischer Funktionen

Dabei leitet das Rückenmark durch die fehlende oder mangelnde Durchblutung die Signale aus dem Gehirn nicht mehr weiter. In der Folge kommt es ähnlich wie bei einer Querschnittslähmung zur kompletten Unbeweglichkeit der von dem Bereich betroffenen Körperteile. Ausschlaggebend ist daher auch, wo der Rückenmarksinfarkt entsteht: Je weiter oben er in Richtung des Halsmarkes liegt, desto mehr Funktionen fallen im Körper aus.

In erster Linie sind ältere Menschen und Diabetiker gefährdet, einen Rückenmarksinfarkt zu erleiden. In seltenen Fällen kann es aber auch jüngere Menschen treffen.

Durch Bewegungstherapie kann sich das Rückenmark regenerieren

Wird die betroffene Stelle im Rückenmark durch den Infarkt nicht komplett zerstört, sondern stellt nur seine Funktion ein, besteht die Chance, dass es sich mithilfe von mehrwöchiger Bewegungstherapie wieder regeneriert.

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Interviewpartner im Beitrag

Prof. Andreas Engelhardt
Neurologe
Evangelisches Krankenhaus Oldenburg
Steinweg 13-17
26122 Oldenburg
Tel. (0441) 23 66 49
Fax. (0441) 23 64 29
E-Mail: info@evangelischeskrankenhaus.de
Internet: www.evangelischeskrankenhaus.de/

Dr. Holger Bösenberg
Radiologe
Evangelisches Krankenhaus Oldenburg
Steinweg 13-17
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Dr. Roland Thietje
Chefarzt, Unfallchirurg
Querschnittsgelähmten-Zentrum
BG Klinikum Hamburg
Bergedorfer Straße 10
21033 Hamburg
Tel. (040) 730 60
Fax. (040) 73 06 26 20
E-Mail: mail@bgk-hamburg.de
Internet: www.buk-hamburg.de/

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Visite | 01.03.2016 | 20:15 Uhr