Stand: 28.06.2016 13:30 Uhr  | Archiv

Eis: Erfrischend - und auch gesund?

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Acht Liter Speiseeis verzehren die Deutschen durchschnittlich pro Jahr.

Bereits die alten Römer und Chinesen schätzten das Speiseeis. Damals wurde gefrorenes Wasser oder Gletscherschnee mit verschiedenen Aromen wie Ingwer, Zimt, Rosenwasser, Honig oder zerstoßenen Früchten vermischt. Erst mit der Entwicklung künstlicher Kühlungsverfahren Mitte des 16. Jahrhunderts gelang es, tatsächlich Speiseeis herzustellen. Mitte des 19. Jahrhunderts wurden erstmals überschüssige Milchprodukte zu Speiseeis verarbeitet und damit die industrielle Eiscremeproduktion etabliert. In Hamburg eröffnete 1799 die vermutlich erste deutsche Eisdiele im Alsterpavillon.

Jede Menge Zucker und Fett

Jeder Deutsche verzehrt durchschnittlich etwa acht Liter Speiseeis im Jahr. Nur die Schweden und Dänen essen mit dreizehn beziehungsweise zehn Litern noch mehr Eis. Ob als Milchspeiseeis, Wassereis, Fruchtsorbet oder Frozen Joghurt - mittlerweile werden mehr als 70 verschiedenen Geschmacksrichtungen angeboten. Die beliebtesten Sorten sind dennoch die klassischen Geschmacksrichtungen: Vanille, Schokolade und Erdbeere.

Ein leichter Genuss ist Speiseeis allerdings meistens nicht: Zwei Kugeln Schokoladeneis zum Beispiel haben bereits 240 Kalorien. Schuld daran ist zum einen der Zucker und zum anderen der Fettanteil. Der Zucker hat eine gefrierhemmende Wirkung und sorgt dafür, dass das Eis nicht zu fest wird. Das Fett sorgt für eine cremige, lockere Konsistenz. Sorbets haben zwar einen geringeren Fettanteil als Milchspeiseeis, dafür enthalten aber insbesondere Sorbets aus Zitrusfrüchten oft viel Zucker.

Süßen mit Früchten

Weniger gehaltvolles Eis selbst herzustellen ist nicht schwierig. Praktisch ist dafür eine Eismaschine, aber es geht auch ohne. Damit das Eis schön cremig wird, muss es während des Gefrierens regelmäßig - etwa alle 30 Minuten - umgerührt werden. Um den Zuckergehalt von Speiseeis zu reduzieren, kann als alternatives Süßungsmittel Stevia verwendet werden. Es ist seit 2011 in der EU als kalorienfreies Süßungsmittel zugelassen. Die Süßkraft von Stevia ist etwa 300 Mal stärker als die von Zucker. Außerdem kann man auf Zucker verzichten oder ihn stark reduzieren, wenn man das Eis durch süße, reife Früchte auf natürlichem Weg süßt. Dann ist es besonders erfrischend.

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Interviewpartner im Beitrag:

Prof. Dr. Sibylle Adam
Diplom-Ökotrophologin
Hochschule für Angewandte Wissenschaften
Fakultät Life Sciences
Department Ökotrophologie
Ulmenliet 20
21033 Hamburg
Tel. (040) 428 75 61 17
E-Mail: sibylle.adam@haw-hamburg.de

Julia Frevel
Speiseeisherstellerin
Eisladen Hamburg
Fischers Allee 39
22763 Hamburg
E-Mail: mail@eisladen-hamburg.de

Dieses Thema im Programm:

Visite | 28.06.2016 | 20:15 Uhr

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