Stand: 25.04.2017 23:10 Uhr

Chat-Protokoll zum Thema Krampfadern

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Dr. Guido Bruning ist Hautarzt und Venenspezialist am Krankenhaus Tabea in Hamburg.

Venenerkrankungen sollten nicht als rein kosmetisches Problem abgetan werden. Wenn hinter den Krampfadern schwerwiegende Störungen des Bluttransportes stecken, muss häufig operiert werden. Es gibt immer mehr und immer schonendere Behandlungsverfahren. Gesetzliche Krankenkassen zahlen jedoch meist nur das klassische Stripping.

Der Hautarzt und Venenspezialist Dr. Guido Bruning aus Hamburg hat Fragen zum Thema im Visite Chat beantwortet. Das Protokoll zum Nachlesen.

Christa: Ich habe nach einer Stripping-Operation wieder Krampfadern, leide aber an RLS. Was würde helfen?

Dr. Guido Bruning: Krampfadern haben nichts mit einem Restless Leg Syndrom zu tun. Die Verbesserung dieses Syndroms ist unabhängig von der Therapie der Krampfadern.

LuciDen: Was tun nach einer minimalinvasiven Laser-Operation der Vena saphena magna an beiden Beiden? Wie lange sollte ich kein Auto fahren, in die Sonne gehen, Sport machen?

Bruning: In der Regel gilt: Nach einer Behandlung von Krampfadern kann man alles wieder machen, was einem nicht wehtut. Die meisten Sportarten - vor allem Ausdauer - gehen auch nach einer OP sehr schnell wieder.

Sandra: Kann man bei offenen Beinen trotzdem Krampfadern entfernen lassen?

Bruning: Ja. Das offene Bein heilt, wenn es durch die Krampfadern bedingt ist, danach meist sehr schnell wieder ab.

Kathleen: Wie oft darf ich die Krampfadern ziehen lassen? Ich hatte schon eine Operation, die Krampfadern sind aber wieder da.

Bruning: Venen, die zu Krampfadern geworden sind, haben keine Funktion mehr. Sie können immer entfernt werden. Die Möglichkeit der erneuten Behandlung ist nicht limitiert, eventuell muss man aber über das Verfahren nachdenken.

Unbekannt: Kann man beide Beine gleichzeitig "strippen" lassen?

Bruning: Das hängt von der Ausdehnung ab. Prinzipiell ja.

Silke: Ich habe Krampfadern und möchte eine Fernreise machen. Reisestrümpfe trage ich. Kann man vor dem Flug Heparin spritzen oder ASS nehmen?

Bruning: Bei Flugreisen ist das Thrombose-Risiko erhöht. Daher ist das Tragen von Kompressionsstrümpfen sinnvoll. Wenn man noch nie eine Thrombose hatte, ist eine weitere medikamentöse Therapie bei Flugreisen in der Regel nicht notwendig.

Unbekannt: Was halten Sie von der sogenannten Blutegel-Therapie?

Bruning: Die Blutegel-Therapie wird manchmal noch bei einer oberflächlichen Venenthrombose (Venenentzündung) eingesetzt. Es ist jedoch auch eine Therapie ohne Ekelfaktor verfügbar. Hierzu wird neben der Kompressionstherapie ein Blutverdünner für sechs Wochen gespritzt.

Dieses Thema im Programm:

Visite | 25.04.2017 | 20:15 Uhr

mit Video

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