Stand: 06.02.2017 18:30 Uhr

Akne erkennen und behandeln

Der Schrecken beginnt meist mit 12, 13 Jahren: Pickel sprießen. Einzelne Pickelchen kennt beinahe jeder - gut die Hälfte aller Heranwachsenden durchleidet eine Phase mit harmloser, sogenannter physiologischer Akne. Sie haben ab und zu Mitesser und Pickel, die bald wieder verschwinden.

Doch bei etwa 40 Prozent verläuft die Erkrankung der Talgdrüsen schwerwiegender: Es bildet sich eine klinische Akne mit harten, roten oder rot-weißen Knoten, schmerzhaften Pusteln oder Papeln. Sie prangen im Gesicht, können auch Hals und Rücken überziehen - schlimmstenfalls den ganzen Oberkörper. Die Krankheit betrifft vorwiegend Jugendliche, doch bei einigen Erwachsenen heilt sie nie richtig aus. Für viele Betroffene sind die Pickel - und mitunter daraus entstehenden Narben - ein starke psychische Belastung.

Anne Fleck unterhält sich mit Patientin. © NDR

Akne: Entgiften für eine reine Haut

Die Ernährungs-Docs -

Seit der Pubertät leidet Astrid M. an Akne. Jetzt probiert sie eine neue Strategie mit Kamillendampfbädern und Tees. Einsparen soll sie dagegen Zucker - und ihren geliebten Kaffee.

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Ursache

Androgene, die männlichen Geschlechtshormone, sind Hauptverursacher der Akne vulgaris, der häufigsten Form der Akne. Auch der weibliche Körper produziert vor allem während der Pubertät Androgene. Diese Hormone regen die Talgdrüsen der Haut stark an und veranlassen gleichzeitig die Zellen im Talgdrüsengang, viel Hornmaterial zu bilden. Normalerweise dringt der Talg nach außen und verursacht einen leicht glänzenden Film an der Hautoberfläche. Durch das überschüssige Hornmaterial verstopft allerdings der Talgdrüsengang. Es entstehen Mitesser (Komedonen), erkennbar an ihrem schwarzen Punkt in der Mitte, der aus Melanozyten besteht.

Akne: So entstehen die Pickel

Auf unseren Händen sitzen mitunter bis zu 10.000 Bakterien pro Quadratzentimeter. Bestimmte Bakterien, die ganz normal auf unserer Haut leben, lieben den Talg und fühlen sich in verstopften Talgdrüsen besonders wohl. Sie vermehren sich und führen dort zu Entzündungen. Wenn die sich in der Haut ausbreiten, entstehen die charakteristischen eitrigen Pusteln, Papeln und Knötchen.

Als Mitauslöser der Entzündungen gelten auch Stress, Rauchen, Alkohol oder falsche Ernährung.

Symptome

Akne zeigt sich hauptsächlich dort, wo sich viele Talgdrüsen befinden: im Gesicht, auf Schultern und Nacken sowie auf Brust/Dekolleté und Rücken. Es gibt mehrere Unterformen der Akne vulgaris:

  • Acne comedonica: offene und geschlossene Mitesser besonders an Nase, Kinn und Stirn, die nicht oder kaum entzündet sind.
  • Acne papulo-pustulosa: entzündliche (eitrige) Pusteln, berührungsempfindliche Papeln und kleine Knötchen. Befall auch von Brust, Rücken und Oberarmen, mit möglicher Narbenbildung.
  • Acne conglobata: ein bis zwei Zentimeter große, entzündete und schmerzhafte Knoten, die untereinander verschmelzen oder sich als Abszess abkapseln können und charakteristische Narben hinterlassen. Diese Form betrifft hauptsächlich Männer.

Dieses Thema im Programm:

Die Ernährungs-Docs | 06.02.2017 | 21:00 Uhr

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Dieser Artikel wurde ausgedruckt unter der Adresse: http://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/Akne-erkennen-und-behandeln,akne114.html

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