Stand: 25.02.2016 09:21 Uhr

Mit Dünger blühen Zimmerpflanzen auf

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Flüssigdünger ist für die meisten Zimmerpflanzen eine gute Wahl.

Wenn die Tage wieder länger werden, endet auch für Zimmerpflanzen die winterliche Ruhephase. Sie nehmen mehr Sonnenlicht auf und benötigen für ihr Wachstum zusätzliche Nährstoffe. Da Zimmerpflanzen in Töpfen mit relativ wenig Erde stehen, ist regelmäßiges Düngen für sie besonders wichtig, um schöne und gesunde Blüten und Blätter zu produzieren.

Welcher Dünger ist der richtige?

Je nach Pflanzenart ist der Düngebedarf unterschiedlich. Bevor man mit dem Düngen beginnt, sollte man sich deshalb möglichst über die Ansprüche der einzelnen Pflanzen informieren. Eine gute Wahl für viele Zimmerpflanzen sind Flüssigdünger. Ihr Vorteil: Sie können sehr individuell dosiert werden und gelangen über das Gießwasser ganz einfach an die Wurzeln der Pflanzen. Allerdings sind diese Allrounddünger nicht für alle Zimmerpflanzen geeignet. Einige Pflanzen, etwa Orchideen und Sukkulenten, könnten damit schnell überdüngt werden, da sie nur geringe Nährstoffmengen benötigen.

Düngestäbchen halten lange vor

Eine Alternative zum Flüssigdünger sind Düngestäbchen. Sie werden in Wurzelnähe in die Erde gesteckt und geben die Nährstoffe nach und nach ab. Damit sie gut wirken, muss allerdings die Erde im Topf sehr gleichmäßig feucht gehalten werden.

Stickstoff, Phosphor, Kalium: Was ist NPK-Dünger?

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Düngestäbchen können bis zu drei Monate lang wirken.

NPK-Dünger sind sogenannte Volldünger. Sie enthalten Stickstoff (N), Phosphor (P) und Kalium (K) und damit die drei wichtigsten Stoffe, die Pflanzen brauchen, um sich gut zu entwickeln. Stickstoff ist nötig, damit die Pflanzen kräftig wachsen, Phosphor für die Ausbildung von Wurzeln, Früchten und Blüten, Kalium wiederum stärkt die Widerstandskraft der Pflanze. Neben diesen drei Hauptnährelementen enthalten NPK-Dünger außerdem meist noch eine Reihe weiterer Nährstoffe, darunter etwa Kalzium, Schwefel oder Magnesium, welches den Blättern eine besonders intensive Farbe verleiht. Auch Eisen ist häufig in kleinen Mengen zugesetzt. Es verhindert, dass Pflanzen gelbe Blätter bekommen. Auf den Verpackungen der Dünger finden sich Angaben, in welchem prozentualen Verhältnis die Stoffe jeweils enthalten sind.

Im Handel erhältlich sind neben NPK-Düngern etliche Spezialdünger für einzelne Pflanzenarten. Diese seien aber häufig unnötig, erklärt Matthias Schuh, der im Freilichtmuseum am Kiekeberg als Museumsgärtner arbeitet. "Hier lohnt ein Blick auf das Kleingedruckte, denn viele Dünger sind recht ähnlich in ihrer Zusammensetzung. Für die meisten Pflanzen reicht ein normaler Zimmerpflanzendünger." Von Langzeitdüngern, die als Granulat beim Umtopfen in die Erde gegeben werden, rät Schuh ebenfalls ab. Es sei schwierig, hier die richtige Dosierung zu finden. "Die Gefahr der Überdüngung ist relativ groß."

Wie oft brauchen die Pflanzen Dünger?

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Auf die Dosis kommt es an: Am besten richtet man sich dabei nach den Hersteller-Empfehlungen.

Wichtig ist, die Pflanzen nicht erst zu düngen, wenn sie bereits Mangelerscheinungen zeigen. "Dünger ist keine Medizin für die Pflanzen, sondern eine Art Grundernährung", so Schuh. Beim Dosieren empfiehlt der Gärtner, sich einfach an die Vorgaben der Hersteller zu halten. Aus Sparsamkeit den Dünger zu strecken, mache ebenso wenig Sinn wie Düngen nach dem Motto "viel hilft viel". Besser ist es, regelmäßig und gut dosiert zu düngen. "Das ist wie beim Menschen. Da würde auch niemand empfehlen, montags ganz viel und dann die ganze Woche nichts mehr zu essen", so Schuh. Je gleichmäßiger und ausgewogener gedüngt wird, desto schöner können sich die Zimmerpflanzen entwickeln. Den Sommer über sollte weiter regelmäßig gedüngt werden. Im Spätherbst benötigen die Pflanzen dann weniger und im Winter fast gar keinen Dünger.

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Mein Nachmittag | 25.02.2016 | 16:10 Uhr