Stand: 29.11.2016 14:49 Uhr

Kakteen zum Blühen bringen

Die meisten bei uns erhältlichen Kakteen stammen aus warmen, trockenen und sonnigen Gegenden. In ihrer natürlichen Umgebung müssen die Pflanzen längere Trockenperioden überstehen. Für die zur Gruppe der Sukkulenten gehörenden Pflanzen ist das kein Problem - sie speichern Wasser über einen längeren Zeitraum.

Dornige Blühwunder: So vielfältig sind Kakteen

Kakteen benötigen zum Blühen eine Ruhepause

Kakteen sind besonders beliebt, weil sie relativ wenig Pflege benötigen und weil sie oft eine ungewöhnliche Form haben. Außergewöhnlich sehen sie aber insbesondere dann aus, wenn sie Blüten bilden. Manche Arten blühen nur wenige Stunden, manche einige Tage und manche blühen nur nachts. Was in freier Natur ein spektakulärer Anblick ist, funktioniert auch auf der heimischen Fensterbank. Dafür benötigen Kakteen von Oktober bis März eine Ruhepause.

Wenig gießen und kühl stellen

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Ein kühler Standort und kaum Wasser - so sollten Kakteen die Ruhepause verbringen, um reichlich Blüten zu bilden.

Welche Form der Ruhepause für welchen Kaktus die beste ist, ist unterschiedlich. Bei manchen Gattungen (beispielsweise Melocactus, Gymnocalycium, Parodia) genügt es, das Gießen in der Zeit von November bis Anfang März extrem einzuschränken. Die Kakteen bekommen dann nur alle drei bis vier Wochen ein paar Tropfen Wasser. Gedüngt wird in dieser Phase nicht. Die Pflanzen sollten kühl stehen. Am besten ist ein Platz mit viel Licht direkt an der kühlen Fensterscheibe, darunter sollte sich kein Heizkörper befinden.

Bei vielen anderen Gattungen empfiehlt es sich, die Pflanzen in ein helles Winterquartier mit niedrigeren Temperaturen zwischen 8 und 15 Grad zu bringen. Beim Umzug sollte das Substrat bereits trocken sein, damit die Kakteen nicht faulen. Ab März die Pflanzen durch Besprühen langsam wieder an Wasser sowie an höhere Temperaturen gewöhnen. Sollte der Kaktus dennoch nicht blühen, kann es am Alter liegen: Manche Arten blühen schon nach zwei, andere erst nach zehn und mehr Jahren.

Kakteen richtig gießen und pflegen

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Während der Wachstumsphase benötigen Kakteen regelmäßig Wasser, Staunässe vertragen sie nicht.

Der größte Fehler in der Pflege ist es, Kakteen mit zu viel Wasser zu versorgen. Staunässe vertragen sie gar nicht. Dennoch kommen die dornigen Pflanzen nicht unbegrenzt ohne Wasser aus. Gegossen wird - am besten mit abgestandenem Wasser oder Regenwasser - wenn das Substrat trocken ist. Eine Möglichkeit ist es, den gesamten Topf in ein Behältnis mit Wasser zu stellen, damit sich das Substrat vollsaugen kann. Anschließend gut abtropfen lassen, damit keine Fäulnis entsteht.

Während der Wachstums- und Blütephase ist ein spezieller Kakteen-Flüssigdünger empfehlenswert. Das Substrat, am besten spezielle Kakteenerde, sollte locker sein und etwa alle fünf Jahre ausgewechselt werden. Vorsicht beim Kauf: Manche Läden bieten Kakteen an, bei denen falsche Blüten mit Heißkleber angebracht worden sind. Das schadet der Pflanze, ein Kauf ist nicht empfehlenswert.

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