Stand: 13.01.2017 09:16 Uhr

Tropenflair mit Bromelien schaffen

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Bromelien entwickeln außergewöhnlich gefärbte Hochblätter, nicht zu verwechseln mit den eher unscheinbaren kleinen Blüten.

Sie gehört zur Familie der Ananasgewächse und stammt aus den Tropen und Subtropen: die Bromelie. Die meisten Exemplare haben lange, grüne Blätter, die am Boden zu einer trichterförmigen Rosette zusammenwachsen. Aus der Mitte heraus schraubt sich die wunderschöne Blüte beziehungsweise die sogenannten Hochblätter in Orange-, Rot- oder Gelbtönen hervor. Die Bromelie erweist sich als außergewöhnliche und pflegeleichte Zimmerpflanze - wenn man ein paar einfache Regeln beachtet.

Mit spezieller Gießtechnik zum Erfolg

Ähnlich wie die Orchidee wachsen die meisten Bromelien in freier Natur auf Bäumen und wurzeln nur selten im Boden. Wasser nehmen sie deshalb zum Großteil über ihren Blättertrichter auf.

Kalkarmes Wasser herstellen

Wer kein Regenwasser sammeln möchte, kann ganz einfach selbst kalkarmes Wasser herstellen. Dafür Leitungswasser kochen, in eine Schale gießen, einen Schuss Essig hinzu geben und abkühlen lassen.

Bromelienbesitzer sollten deshalb das möglichst kalkarme Gießwasser (beispielsweise Regenwasser) unbedingt in diesen Trichter füllen. Am besten immer ein bisschen Wasser stehen lassen, die Pflanze darf aber nicht zu faulen beginnen. Das Substrat darf nicht austrocknen und muss ebenfalls gegossen werden. Dünger wird ebenfalls ins Substrat und nicht in den Trichter gegossen. Da Bromelien hohe Luftfeuchtigkeit lieben, sollten sie gelegentlich mit kalkarmem Wasser besprüht werden.

Als Substrat eignet sich eine Mischung aus Orchideen- und normaler Blumenerde. Bromelien mögen einen warmen und hellen Standort auf der Fensterbank, direkte Sonneneinstrahlung sollte vermieden werden.

Bromelien mit Kindeln vermehren

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Das Pflanzenhormon Ethylen, das auch in Äpfeln vorkommt, regt die Blütenbildung der Bromelie an.

Charakteristisch für Bromeliengewächse ist, dass die Pflanze nach der Blüte abstirbt. Meist bilden sich seitlich aber mehrere Tochterrosetten, sogenannte Kindel. Diese Kindel schneidet man so lange nicht ab, bis sie die Hälfte der Größe der Mutterpflanze erreicht haben. Um neues Wachstum anzuregen, gibt es einen einfachen Trick: Wer reife Äpfel neben die Pflanze stellt oder in den Topf legt, kann das Wachstum beschleunigen. Das Obst verströmt Ethylen, ein gasförmiges Pflanzenhormon, das die Blütenbildung an den neuen Bromelientrieben anregt. Wer den Effekt beschleunigen möchte, stülpt eine Käseglocke über Pflanze und Äpfel. Die alte, abgestorbene Pflanze sollte jedoch so lange wie möglich im Topf bleiben: Aus ihr ziehen die Jungpflanzen Nährstoffe, um möglichst schnell kräftig zu werden.

Dieses Thema im Programm:

Mein Nachmittag | 12.01.2017 | 16:10 Uhr

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