Stand: 04.02.2013 11:51 Uhr  | Archiv

Usambara-Veilchen: Anspruchsloser Klassiker

von Ralf Walter

Die Eigenschaften des Usambara-Veilchens: kräftig gefärbt, meistens gesund und recht anspruchslos. Deswegen ziert das kleine Pflänzchen die Fensterbänke in vielen Wohnzimmern und gehört seit vielen Jahren zu den beliebtesten Zimmerpflanzen. Gerade im Winter bringen die Usambara-Veilchen gute Laune und ordentlich Farbe ins Haus, weil sie das ganze Jahr über Blüten tragen.

In vielen Farben und Sorten erhältlich

Bild vergrößern
Die neuen Sorten des Usambaraveilchen werden auch in der Zukunft die Fensterbänke schmücken. Sie kommen im neuen Look daher.

Das Usambara-Veilchen gibt es in circa 150 verschiedenen Sorten. Die Blüten sind ein- oder mehrfarbig. Einige Sorten ähneln sogar den Blüten der Rose. Andere sind gerändelt oder gerüscht. Die schönsten neusten Sorten aus der Sicht der Pflanzenprofis sollen die "Spring Rose", die "King's Ransom Sport" und die "Firehouse" sein. Die "Spring Rose" zeigt sich in stark gefülltem Cremefarben, die "King's Ransom Sport" ist eine rosafarbene gefüllte Sorte mit weißem Rand und die "Firehouse" zeigt sich in einem wunderschönen Bordeauxrot.

Weg vom alten Image

Bild vergrößern
Die neu gezüchtete Sorte "Spring Rose" kommt in vollem Cremeweiß daher.

Das Usambara-Veilchen gehört für viele jüngere Blumenliebhaber eher zu den nostalgischen Zimmerpflanzen, gilt als Pflanze für ältere Leute. Dieses Image soll durch die neu gezüchteten Sorten geändert werden. Aufgepeppt in einem netten Gefäß verschönern "Firehouse", "Spring Rose" oder "King's Ransom Sport" jede Fensterbank - die der jüngeren und auch die der älteren Pflanzenfans.

Standort und Pflege

Licht: halbschattig bis hell, aber keine pralle Sonne, bevorzugt geeignet sind Nord- und Westfenster
Temperatur: 20-22 Grad, im Winter mindestens 18 Grad
Wasser: mit nicht zu kaltem, weichem Wasser mäßig feucht halten
Erde: humose, schwachsaure Blumenerde, Torfkultursubstrat, auch Einheitserde

Heimat: Ostafrika

Seinen deutschen Namen Usambara-Veilchen hat die Pflanze übrigens bekommen, weil sie ursprünglich aus den Usambara-Bergen in Tansania in Ostafrika stammt. Ende des 19. Jahrhunderts wurde das Veilchen von einem deutschen Gouverneur auf einer Gummibaumplantage entdeckt und nach Deutschland geschickt. Im Berggarten in Hannover wurden die ersten Usambara-Veilchen kultiviert und dann als Zierpflanzen eingesetzt.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Gartentipps | 01.02.2013 | 11:40 Uhr

NDR Logo
Dieser Artikel wurde ausgedruckt unter der Adresse: http://www.ndr.de/ratgeber/garten/zierpflanzen/usambaraveilchen103.html