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Hortensien-Pflege leicht gemacht

Lange galten sie als altmodisch, heute blühen sie wieder in fast jedem Garten: Hortensien (Hydrangea). Mit ihren blütenbesetzten Dolden bilden sie Farbtupfer in Violett, Rosa oder Blau. Die blühfreudigen Pflanzen bevorzugen einen Standort im Halbschatten, aber die meisten Arten vertragen auch ein sonniges Plätzchen. Der Boden sollte tiefgründig, locker und humos sein und die Pflanzstelle windgeschützt.

Nicht austrocknen lassen

Generell gilt: Hortensien lieben Wasser und müssen daher vor allem bei trockenem und warmem Wetter feucht gehalten werden. Auch Hortensien im Kübel dürfen nicht austrocknen - wobei immer darauf geachtet werden muss, dass es keine Staunässe gibt. Vor dem Pflanzen sollten sie für etwa zehn Minuten in einen mit Wasser gefüllten Eimer gestellt werden. Wer seine Zimmer-Hortensien in den Garten pflanzt und auch hier das Gießen nicht vergisst, hat schnell einen schönen großen Hortensien-Busch im Beet.

Schneiden oder nicht?

Hortensien müssen nicht grundsätzlich beschnitten werden. Bei der Bauernhortensie beziehungsweise Japanhortensie sowie der Kletterhortensie genügt es meist, erfrorene oder abgestorbene Triebe zu entfernen. Schneidet man zu viel, blüht die Pflanze im nächsten Jahr nicht mehr so üppig, denn die Blüten werden bereits im Vorjahr angelegt. Die Rispenhortensie verträgt einen starken Rückschnitt im Winter und belohnt dies mit buschigem Wuchs und vielen Blüten. Auch die Waldhortensie und die Eichenblättrige Hortensie kann im Winter stärker zurückgeschnitten werden.

Dünger gibt Kraft

Im Fachhandel ist spezieller Hortensien-Dünger erhältlich, geeignet ist aber auch Azaleen- oder Rhododendron-Dünger. Die Düngerzugabe sollte zwischen Mai und Juli erfolgen. Der Dünger ist stickstoffbetont und enthält wenig Phosphor.

Aus Rosa wird Blau

Hortensie © NDR Detailansicht des Bildes Von Natur aus gibt es keine blauen Hortensienblüten. Blaue Hortensien gibt von Natur aus nicht - erst die Zusammensetzung des Bodens bewirkt, dass die Blüten blau werden. Das funktioniert allerdings nur bei rosafarbenen Pflanzen, eine weiße oder rein rote Blüte lässt sich nicht umfärben. Die farbliche Veränderung dauert einige Zeit, meist ist sie erst im zweiten Jahr vollständig. Wichtig für eine blaue Blüte ist ein saurer Boden (pH-Wert 4,0 bis 4,5) und das Vorkommen von Aluminium. Dies entspricht der Bodenbeschaffenheit, die auch für Rhododendren wichtig ist. Deshalb bei alkalischem Boden einfach ein großes Pflanzloch graben und mit Rhododendron-Erde anfüllen.

Das für die Blaufärbung verantwortliche Aluminium wird dem Boden durch ein im Fachhandel erhältliches Blaufärbemittel oder durch Kalialaun aus der Apotheke zugeführt. In der sauren Umgebung kann die Pflanze das Aluminium aufnehmen und die Farbstoffe in den Blüten einlagern. Um sauren Boden zu erhalten, ist insbesondere bei Pflanzung in Kübeln darauf zu achten, nur Regenwasser beziehungsweise sehr weiches Wasser zu verwenden.

Dieses Thema im Programm:

Mein Nachmittag | 03.07.2012 | 16:10 Uhr

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