Stand: 30.06.2017 09:03 Uhr

Staudenbeete planen und bepflanzen

Wer träumt nicht von einem Beet, in dem es fast das ganze Jahr hindurch blüht? Mit der richtigen Kombination aus verschiedenen Stauden kann dieser Traum in Erfüllung gehen. Wer die Stauden noch mit einjährigen Sommerblumen wie Löwenmaul, Ringelblume, Kornblume oder Schmuckkörbchen, zweijährigen Pflanzen oder Ziergräsern kombiniert, wird mit einer abwechslungsreichen Blütenpracht belohnt.

Das Einpflanzen in Ruhe planen

Die Stauden sollten am besten an einem trüben Tag eingepflanzt werden. Starke Sonnenstrahlung kann die jungen Pflanzen verbrennen. Wichtig ist es, sich über die Gestaltung genau Gedanken zu machen. Gerade die blühenden Stauden verleiten schnell dazu, planlos vorzugehen. Arrangieren Sie die Pflanzen auf dem Beet, bis Ihnen der Gesamteindruck gefällt.

Prüfen: Wie viel Platz benötigen die Pflanzen im Beet?

Es gibt unzählige Arten und Sorten von Stauden, die für die Gestaltung des Gartens zur Verfügung stehen. In puncto Ausdehnung kann man sie in zwei Kategorien unterteilen.

Horstbildende Stauden wachsen recht kompakt und breiten sich nur gering aus. Dazu gehören unter anderem Päonien, Taglilien, Astilben, Funkien, Rittersporn und Phlox. Sie können mit den auf den Pflanzetiketten angegebenen Abständen zueinander gepflanzt werden und kommen sich nicht so schnell ins Gehege.

Ausläufertreibende Stauden bilden ober- oder unterirdische Ausläufer und sogenannte Rhizome. Diese Stauden bedecken mit der Zeit größere Flächen. Es besteht die Gefahr, dass sie andere Pflanzen überwuchern. Typische Beispiele sind klassische Bodendecker wie Waldsteinie, Schwertlilie, Immergrün, Maiglöckchen, Astern, dauerhafte Sonnenblumen und viele Storchschnabel-Sorten. Die Goldnessel wuchert besonders stark, kann aber ungeliebte Gartenecken überwachsen und auf großen Flächen tolle Akzente setzen.

Damit Stauden nicht übermäßig im Beet wuchern, gibt es zwei Möglichkeiten: Sie können durch Kübel, Beeteinfassungen, Betonringe oder Ähnliches im Wachstum begrenzt werden. Dies ist allerdings gegen den natürlichen Wuchs der Pflanzen und sie entwickeln sich oft nicht gut, blühen weniger oder werden krank. Die Alternative ist, einen Standort zu wählen, an dem sie sich ungestört entwickeln und somit ausbreiten können. Oft geht das aber zu Lasten der Vielfalt im Beet.

Beim Kauf auf kräftige Wurzeln achten

Beim Kauf sollte man besonderes Augenmerk auf die Wurzeln der Pflanzen legen. Gute Qualität erkennt man an kräftigen, festen Wurzeln, die den Topfrand berühren, und an harmonischem Wuchs mit gesundem Laub. Sonderangebote sind nicht zu empfehlen, diese Pflanzen werden oft mit viel Kunstdünger zum Erblühen "gezwungen". Eine gut entwickelte Pflanze findet sich an ihrem neuen Standort viel besser zurecht.

Einen Platz für die Blickfänger suchen

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Blickfänger wie Sonnenbraut sollten als Erstes im Beet verteilt werden.

Stauden sollten nach Höhe und Breite räumlich gestaffelt werden. Diese Höhenabstufungen sind entscheidend für das gute Aussehen des Beetes. Zuerst sollten Sie die sogenannten Gerüststauden (Leitstauden) wie Rittersporn, Zierlauch, Geißbart und Lupinen einzeln, in Zweier- oder Dreiergruppen im Beet verteilen. Am besten in den hinteren Teil des Beetes pflanzen. Um diese Stauden herum werden die halbhohen Gruppenstauden (Begleitstauden) gruppiert. Sie werden die Blickfänger, um die herum sich farblich passende Begleitstauden gruppieren lassen. Am Ende die Lücken mit Füllstauden wie Storchschnabel und anderen Bodendeckern schließen. Bei der Staudenvielfalt fällt es schwer, aber Sie sollten sich auf einige wenige Arten beschränken. Wichtig ist, dass kleine Pflanzen nicht von den großen verdeckt werden. Wer gut plant, lässt Verblühtes später im Jahr hinter einer anderen Staude verschwinden.

Auf den Pflanzabstand achten

Wer sein Beet neu bepflanzen möchte, sollte auf den richtigen Pflanzabstand achten, der je nach Art der Staude variiert.

  • Gerüststauden wie Eisenhut, Silberkerze, Stauden-Sonnenblume mit einer Höhe von circa 90 bis 300 Zentimeter: circa 60 Zentimeter Abstand
  • Gruppenstauden wie Berg-Aster, Fetthenne, Katzenminze mit einer Höhe von 20 bis 30 Zentimeter: circa 45 Zentimeter Abstand
  • Bodendecker wie Waldsteinie, Echter Waldmeister und Felsen-Storchschnabel: circa einer 30 Zentimeter Abstand

So gelingt das Einpflanzen

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Vor dem Einpflanzen die Stauden gut wässern.

Den Boden gut auflockern, das Unkraut entfernen und im Beet eine Extraportion Kompost verteilen. Die Stauden sollten vor dem Einpflanzen in Wasser getaucht werden, damit die Wurzeln nicht austrocknen. Beim Einpflanzen den künftigen Platzbedarf der Staude beachten. Das Pflanzloch muss etwa doppelt so tief und breit sein wie der Ballen. Nach dem Einsetzen der Pflanze den Rand mit Erde auffüllen und die Erde rund um die Staude herum gut andrücken. Zuletzt wird kräftig angegossen, damit sich die Erde mit den feinen Wurzeln verbindet. Damit die Stauden lange blühen, ist die Verwendung von phosphatreichem Dünger ratsam.

Unkraut stoppen und Wasser sparen

In trockenen Sommerwochen muss besonders bei Neupflanzungen regelmäßig gewässert werden. Wassersparend wirkt sich eine Mulchdecke aus organischem Material aus. Der abgedeckte Boden trocknet bei direkter Sonnenbestrahlung nicht so schnell aus. Eine Schicht aus Rindenmulch unterdrückt zudem weitgehend das unerwünschte Wildkraut.

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