Stand: 08.03.2016 10:37 Uhr

Rosen im Frühjahr richtig schneiden

Damit Rosen im Sommer üppig blühen und kräftig sind, benötigen sie im Frühjahr einen Rückschnitt. Der richtige Zeitpunkt ist gekommen, wenn keine starken Fröste mehr zu erwarten sind. Ein einfacher Anhaltspunkt ist die Blüte der Forsythie. Wichtig ist eine scharfe Schere, damit es glatte Schnittstellen gibt und die Pflanze so wenig wie möglich verletzt wird. Geschnitten wird schräg etwa fünf Millimeter oberhalb einer nach außen zeigenden Knospe. Der schräge Schnitt ist wichtig, damit sich kein Wasser sammeln kann und kein Nährboden für Krankheitserreger entsteht.

Kräftiger Rückschnitt für reiche Blüte

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Ein beherzter Rückschnitt sorgt für eine kräftige zweite Blüte im Jahr.

Rosen lassen sich in verschiedene Gruppen wie Beetrosen, Strauchrosen oder Kletterrosen einteilen. Je nach Gruppe variiert der Schnitt, doch einige Regeln gelten für alle. Generell brauchen alle öfter blühenden Rosen im Frühjahr einen kräftigen Schnitt, damit sie nach der Erstblüte noch Kraft für die Nachblüte besitzen. Einmal blühende Rosen erhalten keinen Frühjahrsschnitt, da sie an den Trieben des Vorjahres blühen.

Welche Rose benötigt welchen Schnitt?

  • Öfter blühende Beet- und Edelrosen werden auf circa 15 bis 20 Zentimeter zurückgeschnitten, sodass drei bis fünf Augen (Austrieb) übrig bleiben. Tipp: zum Verjüngen der Rose einen mehrjährigen Trieb bis auf den Boden zurückschneiden.

  • Bei öfter blühenden Strauchrosen Triebe des Vorjahres um circa ein Drittel einkürzen. Ältere Triebe auf drei bis fünf Augen zurückschneiden. Schwache Triebe und solche, die älter als vier Jahre sind, komplett abschneiden.

  • Alle Triebe öfter blühender Kletterrosen leicht einkürzen und alle Triebe ganz entfernen, die älter als vier Jahre sind.

Frostschäden und Wildtriebe entfernen

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Wildtriebe sollten so tief wie möglich entfernt werden.

Darüber hinaus sollten die Pflanzen auf Frostschäden untersucht werden. Einjährige Triebe, die Frostschäden erlitten haben, haben ein intensiv braun gefärbtes Mark. Sie müssen bis auf das weiße Mark zurückgeschnitten werden. Totholz, also komplett eingetrocknete Triebe, bis ins gesunde Holz einkürzen. Wildtriebe grundsätzlich entfernen, sie treiben unterhalb der Veredelungsstelle am Wurzelhals aus. Die Blätter dieser Triebe haben eine andere Farbe, sind kleiner und bestehen aus bis zu acht Blattpaaren. Die wilden Triebe so tief wie möglich entfernen, sonst treiben sie immer wieder neu aus. Für diese Maßnahme vorsichtig die Erde um die Wurzeln entfernen und den Wildtrieb am besten herausreißen.

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Dieses Thema im Programm:

Mein Nachmittag | 17.03.2016 | 16:10 Uhr

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