Stand: 16.03.2017 16:20 Uhr

Mit Koniferen den Garten gestalten

Tanne, Eibe, Lärche, Fichte, Lebensbaum und Wacholder: Manche Gartenbesitzer finden Koniferen eher langweilig. Dabei gibt es regelrechte Schmuckstücke unter diesen Nadelgehölzen. Besonders beliebt sind sie als Heckenpflanze, da sie kompakt wachsen und somit Sichtschutz bieten. Die meisten Koniferen sind zudem immergrün und recht pflegeleicht. An den Gartenboden stellen die meisten Pflanzen keine besonderen Ansprüche, er sollte jedoch weder zu Staunässe neigen noch zu sehr austrocknen. Koniferen benötigen zwar Licht, sollten aber nicht den ganzen Tag in der prallen Sonne stehen. Dann verfärben sich die Nadeln oftmals braun und die Pflanzen sehen krank aus.

Thuja, Eibe und Scheinzypresse gut für Hecken geeignet

Besonders gut für Heckenbepflanzungen eignen sich Thuja (Lebensbaum) und Scheinzypresse. In gut geführten Baumschulen sind die unterschiedlichsten Sorten erhältlich. Die meisten benötigen zwei Mal im Jahr einen Schnitt und haben keine hohen Ansprüche an den Standort. Die Eibe (Taxus) wächst langsam und muss nur ein Mal im Jahr geschnitten werden.

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Koniferen als Solitärpflanzen

Auch als Solitärpflanze bilden Koniferen einen schönen Hingucker im Garten. Vor allem in der dunklen Jahreszeit können Hobbygärtner mit den immergrünen Nadelgehölzen Akzente setzen. Und: Sie eignen sich perfekt für weihnachtliche Beleuchtung.

Die Kugelzypresse beispielsweise sticht - abgesehen von den hellen Nadelspitzen - wegen ihrer Form hervor, muss aber regelmäßig geschnitten werden. Beim Einkauf auf einen gesunden, gut durchwurzelten Wurzelballen achten, nur der verspricht ein gutes Anwachsen. Ein besonderes Highlight ist die wintergelbe Zwergbergkiefer "Pinus Mugo Carstens Wintergold": Von September bis April verfärben sich ihre sonst grünen Nadeln goldgelb, die Äste stehen gebogen aufrecht, sind dicht verzweigt und langsam wachsend. Der nordamerikanische Kriechwacholder (Juniperus horizontalis) ist auch für kleine Gärten geeignet. Neben der Schmuckfunktion hält er wucherndes Wildkraut zurück.

Herbst ist die ideale Pflanzzeit

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Das Pflanzloch muss deutlich größer als der Wurzelballen sein.

Damit sie bis zum Winter noch Wurzeln bilden können, werden Koniferen bis Ende Oktober eingepflanzt. Der Wurzelballen muss fest und feucht sein - egal, ob das Gehölz als Container- oder Ballenware angeboten wird. Vor dem Pflanzen wird der Boden mit Kompost oder Rindenhumus verbessert, schwere Böden können mit Sand angereichert werden. Größere Gehölze brauchen einen Stützpfahl, der schräg am Ballen vorbei in die Erde gestoßen wird. Das Pflanzloch muss einen vielfachen Durchmesser des Wurzelballens haben. Gedüngt werden sollte beim erstmaligen Pflanzen noch nicht. Dafür darf man jedoch das Gießen auch im Winter auf keinen Fall vergessen.

Dünger sorgt für gesunde Pflanzen

Gelbe Nadelspitzen sind ein typisches Zeichen für Magnesium-Mangel. Bei den ersten Anzeichen bringt eine Blattdüngung mit Bittersalz schnelle Erfolge. Dazu eine zwei- bis fünfprozentige Bittersalzlösung (200 bis 500 Gramm Bittersalz pro zehn Liter Wasser) herstellen und je nach Baumgröße einen halben bis einen Liter auf das Gehölz sprühen. Wichtig: Alle Zweige gleichmäßig benetzen. Das Bittersalz wird direkt über die Nadeln aufgenommen. Bereits angewachsene Pflanzen düngt man mit Kalimagnesia. Dieser Naturdünger gilt als absoluter "Fitmacher" für die kalte Jahreszeit, denn er enthält Kali, Magnesium und Schwefel. Kali wirkt frostresistent und wassersparend, Magnesium und Schwefel sorgen für ein gesundes Nadelkleid und damit für höhere Vitalität und Stresstoleranz.

Mini-Koniferen für den Kübel

Für Kübel sind besonders die Zwergformen der Koniferen gut geeignet: Hier gibt es die kleine Fadenzypresse sowie Zwergwacholder, Zuckerhutfichte oder Krummholzkiefer. Als Frostschutz für den Kübel dienen Noppenfolien oder Kokosmatten, die fest um den Topf gewickelt werden. An frostfreien Tagen das Gießen nicht vergessen.

So schön sehen Nadelgehölze aus

Dieses Thema im Programm:

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