Stand: 14.08.2017 09:28 Uhr

Buchsbäume durch Stecklinge vermehren

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Stecklinge fürs Beet sollten im unteren Teil leicht verholzt sein.

In der Anschaffung sind Buchsbäume relativ teuer. Wer ein bisschen Geduld hat, kann sie aber recht einfach durch Stecklinge selbst vermehren. Der beste Zeitpunkt dafür ist im Sommer beziehungsweise Spätsommer. Als Stecklinge eignen sich am besten Triebe, die im unteren Bereich bereits zu verholzen beginnen. Am einfachsten ist es, die Stecklinge direkt ins Beet zu pflanzen. Für diese Methode können relativ große Stecklinge verwendet werden, die bereits im nächsten Frühjahr Wurzeln gebildet haben.

Die am besten mit einem scharfen, sauberen Messer abgeschnittenen Triebe auf eine Länge von zehn bis 15 Zentimeter zurechtschneiden. Am unteren, holzigen Teil kleine Äste und Blätter bis zur Hälfte des Stecklings abreißen, am oberen Teil einige Blätter und überschüssige Triebe entfernen oder einkürzen, um die Verdunstungsfläche zu reduzieren. Um einen Befall mit Pilzen und Bakterien zu vermeiden, die Schnittstelle des Triebes in zerriebene Holzkohle tauchen. Der Holzkohlestaub wirkt desinfizierend.

Stecklinge ins Beet pflanzen

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Buchs kann leicht durch Stecklinge vermehrt und ins Beet gepflanzt werden.

Ein Beet im schattigen Teil des Gartens gut auflockern und Sand unter die Erde mischen, falls diese zu lehmig ist. Die Stecklinge schräg ins Beet stecken und anschließend gießen. Etwa ein Drittel bis die Hälfte jedes Stecklings muss mit Erde bedeckt sein. Die Buchsbaum-Stecklinge benötigen gleichmäßig feuchte Erde, Staunässe vertragen sie nicht, dann beginnen sie zu faulen. Wer nicht die Zeit hat, ständig zu gießen, legt eine gelochte Folie oder ein Vlies auf. Dann muss jedoch hin und wieder geprüft werden, ob Schimmel entstanden ist. Im Winter die jungen Pflanzen bei frostfreiem Wetter gießen und eventuell mit Reisig vor Frost schützen. Im Frühjahr können die jungen Buchsbäume umgepflanzt werden.

Stecklinge im Topf ziehen

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Buchs-Stecklinge können auch im Mini-Gewächshaus gezogen werden.

Alternativ kann man Stecklinge auch im Topf beziehungsweise im Gewächshaus ziehen. Dafür von einem abgeschnittenen Trieb kleine Seitentriebe abreißen, wie bei den langen Stecklingen überschüssige Triebe und Blätter entfernen und Holzkohle auf die Schnittstellen bringen. Die Stecklinge kommen dann in einen mit Anzuchterde gefüllten Topf. Um ein Kleinklima zu schaffen, das beim Anwachsen hilft, zusätzlich eine durchsichtige Plastikfolie spannen oder ein Mini-Gewächshaus mit durchsichtigem Deckel verwenden. Die Stecklinge an einen halbschattigen Platz im Garten stellen und das Gewächshaus regelmäßig lüften. Die Erde darf nicht austrocknen. Den Winter sollten die Stecklinge an einem frostgeschützten Ort verbringen, etwa in einem hellen Keller.

Die Vermehrung über Stecklinge klappt bei ganz vielen Pflanzen: Zum Beispiel bei Geranien, beim Lavendel, beim Salbei, beim Rittersporn oder auch beim Oleander.

Stecklinge in zwei Töpfen. © NDR Fotograf: Anna Rüter

Anleitung: Stecklinge richtig setzen

NDR 90,3 - Der Garten -

Viele Pflanzen lassen sich ganz einfach vermehren, etwa durch Kopfstecklinge oder Blattstecklinge. Wie das funktioniert, erklärt NDR 90,3 Gartenexperte Helge Masch.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | Der Garten | 07.03.2017 | 20:00 Uhr

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