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Gartentipp

Was tun mit Frühblühern bei Frost?

von Ralf Walter

Hellblaue Krokusse. Ein Foto von Edelgard Feiler aus Rerik © NDR Fotograf: Edelgard Feiler aus Rerik Detailansicht des Bildes Bei den ungewöhnlich milden Temperaturen in diesem Winter wird die erste Farbenpracht im Garten vermutlich nicht mehr lang auf sich warten lassen. Das Wetter ist für Gartenbesitzer immer ein Thema. "Dieser Winter, der bislang überhaupt keiner ist, liefert unheimlich viel Gesprächsstoff", sagt NDR 1 Niedersachsen Gartenexperte Ralf Walter. Einige Krokusse schieben sich schon ein ganz klein bisschen aus dem Boden und hier und dort wagen sich auch schon Schneeglöckchen zaghaft aus der Erde. Viele Gartenbesitzer fragen sich, muss ich die Pflanzen schützen? Wie kann ich sie schützen für den Fall, dass es noch richtig frostig werden sollte? 

Natürlicher Frostschutz

Die Natur regelt ja das meiste selbst. Viele Pflanzen, die jetzt blühen oder in den nächsten Tagen und Wochen blühen werden, sind Winterblüher, wie etwa die Zaubernuss, die Christrose, der Winter-Schneeball oder der Winterjasmin. Die kennen sich sozusagen mit Kälte aus. Wenn die Temperaturen irgendwann stark zurückgehen sollten, bilden sie eine Art biologischen "Frostschutz" in ihren Zellen. Sie wandeln in den Zellen Stärke in Zucker um und das schützt sie davor, dass die Zellen bei Frost platzen.

Der ausgediehnte Tannenbaum als Frostschutz

Frühblüher im Garten: Renate Reinbothe aus Thurow hat ein ganzes Ensemble von Frühblühern entdeckt. Winterlinge, Schneeglöckchen und Märzenbecker schmücken dieses Bild. © NDR Fotograf: Renate Reinbothe aus Thurow Detailansicht des Bildes Auch Frühblüher wie Winterlinge, Schneeglöckchen und Märzenbecher werden bei milden Temperaturen bald aufblühen. Bei mir im Vorgarten sind auch schon knapp ein Dutzend Schneeglöckchen ein wenig zu sehen, aber durchgetrieben haben sie noch nicht, aufgeblüht sind sie längst noch nicht, erzählt der Gartenexperte. Aber auch die Schneeglöckchen, die eigentlich Vorfrühlingsboten sind, können Kälte ganz gut ab. In vielen vergangenen Wintern haben sie sich Ende Februar durch den Schnee geschoben. Der vor Kahlfrösten schützende Schnee, der fehlt zurzeit. Wer will, kann jetzt seinen ausgedienten Weihnachtsbaum als Frostschutz einsetzen. Die meisten Bäume werden ja jetzt abgeschmückt und wandern auf den Müll. Gartenfreunde können aber auch die Äste absägen oder abschneiden und vorsichtig in mehreren Lagen über Pflanzen, wie etwa Schneeglöckchen legen. Das bietet den Pflanzen ein wenig Schutz vor den empfindlichen Kahlfrösten, die möglicherweise noch kommen.

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Dieser Artikel wurde ausgedruckt unter der Adresse: http://www.ndr.de/ratgeber/garten/winterschutz103.html
Autor
NDR 1 Niedersachsen Moderator Ralf Walter © NDR
 

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