Wie wird das Gartenwetter?
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Stauden sind mehrjährige Pflanzen, die in der Regel in jedem Frühling neu austreiben. Sie lassen sich durch Teilung sehr einfach vermehren und sind verhältnismäßig anspruchslos. Allerdings haben die Pflanzen unterschiedliche Ansprüche an die Lichtverhältnisse. Ein Überblick.
Die Indianernessel liebt die Sonne, kommt aber recht gut mit wenig Wasser aus.
Die meisten Stauden lieben die Sonne, entsprechend groß ist die Auswahl. Für normale Standorte, also weder karge noch besonders feuchte Böden, eignen sich beispielsweise Eisenkraut, Mädchenauge, Schafgarbe, Pfingstrose, Phlox, Fetthenne, Storchschnabel oder Küchenschelle. Besonders unempfindlich gegenüber Trockenheit ist die Indianernessel. Diese sonnenliebende Sommerstaude kann bis zu 1,50 Meter hoch werden und trägt viele Blüten. Aus den stark aromatischen Blättern der Pflanze haben Indianer in Nordamerika früher einen Tee gegen Erkältungen gebraut.
Der sehr giftige Eisenhut wird gerne von Insekten besucht.
Im Halbschatten müssen Hobbygärtner nicht auf reizvolle Stauden verzichten. So manche Sonnenliebhaber unter ihnen kommen zudem auch mit der halbschattigen Lage zurecht, zum Beispiel Kuckucks-Lichtnelke, Frauenmantel und Prachtspiere. Beliebte Halbschattengewächse sind Elfenblume, Akelei, Bergenie, Lungenkraut und Herbstanemone.
2009 war die Funkie die "Staude des Jahres". Sie wächst auch im Schatten.
Auch in dunkleren Bereichen des Gartens wachsen Stauden, das beweist vor allem die Funkie, auch Herzblattlilie genannt. Die aus Japan stammende Pflanze zeichnet sich durch ihre großen Blätter aus, die es in mehreren Grün-Schattierungen gibt. Die Hosta-Art wächst sehr gut im Schatten - und lässt durch ihren dichten Wuchs Unkraut kaum eine Chance. Beim Einpflanzen sollten Sie darauf achten, dass auch der Unterboden im Pflanzloch gründlich aufgelockert wird. So finden die Wurzeln leichter ihren Weg und können gut anwachsen. Auch Waldsteinie und Goldnessel wachsen im Schatten, letztere breitet sich recht schnell aus.
Die Schafgarbe kommt auch mit schwierigen Bodenverhältnissen zurecht.
Karge Böden, wenig Wasser, volle Sonne - was für die meisten Pflanzen nahezu unerträglich ist, lieben Trockengartengewächse wie Schafgarbe, Fetthenne, Mauerbrecher, Steinkraut, Blaukissen, Edelweiß, Moossteinbrech, Sedum- und Agaven-Arten und diverse Wolfsmilchgewächse. Diese Pflanzen sind in der Lage, aufgrund ihrer schwammartigen Zellstruktur Wasser über einen längeren Zeitraum einzulagern. Miteinander kombiniert und schön platziert zwischen Steinen, sind die teilweise wunderschön blühenden Gewächse ein besonderer Hingucker im Garten.