Trockene Pflanzen können bei feuchtem Wetter ein Nährboden für Mehltau sein - deshalb müssen diese im Herbst raus aus dem Beet. Tränendes Herz, Rittersporn, Fingerhut oder Salvien können Sie einfach abschneiden. Die Akelei können Sie auch einfach mit der Wurzel herausreißen, denn sie sät sich von selbst aus.
Wenn Sie noch Blütenstände finden, können Sie jetzt auch gut Samen entnehmen.
Beim Entnehmen der Samen sollten Sie aber vorsichtig sein. Wo die Akelei einmal wächst, bekommt man sie, fast wie Giersch, nicht mehr weg.
Beim Geranium ist es noch nicht ganz so weit. Die trockenen Blütenstände können Sie entfernen, damit es etwas schöner aussieht. Den Rest der Pflanze sollten Sie noch stehen lassen. Die Blätter fangen noch die Sonnenstrahlen ein und betreiben Photosynthese. So tankt die Pflanze Kraft für das kommende Jahr.
Auch beim Lavendel sollten Sie besser nur die Blüten entfernen ...
... der eigentliche Schnitt erfolgt im Frühjahr. Bei Kleingehölzen wie dem Lavendel können Sie jetzt aber schon Stecklinge für die Nachzucht schneiden.
Auch die Fette Henne lässt sich jetzt ganz einfach vermehren. Schneiden Sie einen Teil der Pflanze ab - die Blüten können Sie in eine Vase stellen und stehen lassen, bis sie Wurzeln schlagen. Dann können Sie sie in einen Topf pflanzen - für das neue Gartenjahr.
Aus den vertrockneten Blütenständen der Stockrosen können Sie jetzt Samen gewinnen. Einfach die trockenen Blütenstände abstreifen und entweder sofort oder im Frühjahr aussäen.
Beim Frauenmantel sollten Sie etwas zaghafter herangehen. Schneiden Sie nicht alles ab.
Der dichte untere Teil der Staude ist ein wichtiges Minibiotop, in dem Insekten und andere Kleinstlebewesen überwintern. Dann haben die Vögel im Frühjahr Futter und auch so mancher Nützling kommt dort über die kalte Jahreszeit.
Und wenn Sie schon mal im Beet unterwegs sind, können Sie auch gleich die Zwiebeln der Frühblüher in die Erde bringen. Wenn Sie geschickt kombinieren, haben Sie von Februar bis Mai die erste Blütenpracht des Jahres im Beet.