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Der richtige Schutz vor Blattläusen

von Ralf Walter

Blattläuse auf einem Buchen-Blatt. © Thomas Balster Detailansicht des Bildes Einige wenige Blattläuse schaden Pflanzen nicht. Treten sie allerdings in großer Zahl auf, sollten Gartenfreunde tätig werden. In den Gärten ist alles grün und viele Blumen blühen bereits in den schönsten Farben. Jetzt ist aber auch die Zeit, in der sich Pflanzenschädlinge, wie zum Beispiel Blattläuse, verbreiten. Sie ernähren sich vom Saft in den Zellen der Pflanzen. Dazu piksen sie mit ihrem kleinen Stechrüssel in das Blatt oder den Stiel und saugen. Einige wenige Blattläuse sind kaum eine Gefahr für Pflanzen, treten sie aber in Massen auf, kann das schon an die Substanz einer Pflanze gehen. Außerdem scheiden sie auch den sogenannten Honigtau aus und dieser Honigtau ist ein idealer Nährboden für bestimmte Pilze. 

Was kann der Hobbygärtner gegen Blattläuse unternehmen?

Ein Marienkäfer auf einen Blatt - ein Bild von Radmilla Harder, Schleswig © Radmilla Harder Fotograf: Radmilla Harder Detailansicht des Bildes Marienkäfer sind kleine Helfer im Kampf gegen Blattläuse. Ein Tier frisst in seinem Leben mehrere Tausend Blattläuse. Häufig hilft sich die Natur selbst. Wo Schädlinge wie Blattläuse auftauchen, da sind dann oft auch die Nützlinge, die sie bekämpfen, nicht weit. Ein bisschen Warten hilft deshalb manchmal. Ein Marienkäfer zum Beispiel verputzt in seinem Leben locker mehrere Tausend Blattläuse. Aber auch Florfliegen und deren Larven stehen auf ihrem Speiseplan. Blattläuse werden außerdem auch gerne von bestimmten Käfern, Vögeln oder auch Spinnen vertilgt. Wer aber nicht so lange warten will, der kann auch ein Spritz- oder Sprühmittel einsetzen.

Einfaches Spritzmittel gegen Blattläuse

Ackerschachtelhalm © Imago Fotograf: ARCO IMAGES Detailansicht des Bildes Ein Sud aus Ackerschachtelhalmen stärkt die Pflanzen auf natürliche Weise und schützt sie so vor Blattlaus-Befall. Aus dem Ackerschachtelhalm, der an vielen Stellen in der Natur wächst, kann relativ einfach eine Brühe hergestellt werden, die die Pflanzen stärkt. Sie sind dann nicht mehr so anfällig und werden von Blattläusen oft verschont. Für diese Brühe werden 150 Gramm getrockneter oder ein Kilogramm frischer Schachtelhalm in zehn Liter Wasser gegeben, möglichst Regenwasser. Das Ganze muss 24 Stunden ziehen, dann wird die Brühe 30 Minuten lang geköchelt. Anschließend das Ganze durchsieben und im Verhältnis 1:5 verdünnt auf die Pflanze sprühen und sie damit gießen. Die Kieselsäure im Schachtelhalm macht die Pflanzenzellen stark und widerstandsfähig. Wenn Gartenfreunde das eine ganze Zeit lang so anwenden, haben die Blattläuse keine Chance mehr, denn das Spritzmittel soll auch vorbeugend helfen.  

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Gartentipps | 15.06.2013 | 07:10 Uhr

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Dieser Artikel wurde ausgedruckt unter der Adresse: http://www.ndr.de/ratgeber/garten/schaedlinge/blattlaeuse103.html
Autor
Ralf Walter © NDR Fotograf: Klaus Westermann
 

Ralf Walter

NDR 1 Niedersachsen Redakteur

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