Stand: 31.08.2017 12:48 Uhr

Larven des Dickmaulrüsslers bekämpfen

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Dickmaulrüssler sind nachts am Werk. Am Tage verkriechen sich die Käfer.

An vielen Pflanzen ist im Frühling ein ganz typisches Schadbild zu sehen: Die Blätter sind vom Rand her in Form eines Halbkreises angefressen. Dabei handelt es sich um den sogenannten Buchtenfraß des Dickmaulrüsslers. Das ist ein kleiner, dunkler Käfer mit zwei langen Fühlern am Kopf. Er gehört zur Familie der Rüsselkäfer. Diese Insekten fressen nur nachts und sind deshalb von uns Menschen nur sehr schwer zu entdecken. Tagsüber versteckt der Dickmaulrüssler sich so geschickt, dass es fast aussichtslos ist, ihn zu fangen. Besonders gern knabbert er an Rhododendren, aber auch an Rosenblättern, am Kirschlorbeer oder an der Clematis.

Zerstörte Wurzeln lassen Pflanzen vertrocknen

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Das typische Schadbild an einem Kirschlorbeerblatt: der sogenannte Buchtenfraß des Dickmaulrüsslers.

Der Buchtenfraß ist nicht schön, schadet den Pflanzen aber nicht ungemein stark. Viel schlimmer und gefährlicher sind die Larven des Dickmaulrüsslers, die im Wurzelbereich der Pflanze leben. Die Larven fressen besonders gern die so wichtigen Feinwurzeln der Pflanzen, fressen aber auch die stärkeren Hauptwurzeln. Das kann sehr bedrohlich für die Gewächse werden: Sie können nicht mehr genügend Wasser aufnehmen und vertrocknen.

Larven wirkungsvoll bekämpfen

Die Larven können zum Beispiel mit Spinosad bekämpft werden, das Mittel ist im Gartencenter erhältlich. Davon ein paar Tropfen ins Gießwasser geben und die betroffenen Pflanzen damit gießen. Die Larven sterben nach wenigen Tagen ab. Die besten Monate, die Larven zu bekämpfen, sind April und Mai sowie August und September.

Ausgewachsenen Käfern Fallen stellen

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Ein geriffeltes Holzstück dient als Falle für Dickmulrüssler.

Die ausgewachsenen Käfer sollten möglichst gefangen werden. Hier hilft ein einfacher Blumentopf, der - mit Holzwolle gefüllt - umgekehrt an der befallenen Pflanze platziert wird. Der Dickmaulrüssler versteckt sich gerne darunter, weshalb der Topf an einer Seite etwas erhöht stehen sollte. Neben dem Blumentopf kann man eine Holzfalle aufstellen: Einfach ein Stück unbehandeltes Holz mit einer Riffelung nehmen und mit der geriffelten Seite nach unten legen. Für den nachtaktiven Käfer ist das ein ideales Versteck für den Tag. Auf diese Weise kann man den Käfer problemlos absammeln und im Wald aussetzen. 

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Gartentipps | 02.09.2017 | 06:50 Uhr

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