Stand: 02.03.2017 14:57 Uhr

Himbeerkäfer: Was hilft gegen den Schädling?

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Die Larven des Himbeerkäfers ernähren sich von den Früchten.

Himbeeren zählen zu den Lieblingsfrüchten vieler Hobbygärtner. Die Sommerhimbeere, deren Früchte im Juli geerntet werden, ist allerdings wesentlich anfälliger für Schädlinge und Erkrankungen als die Herbsthimbeere. Ein Befall durch den Himbeerkäfer zählt zu den typischen Erkrankungen. Nach der Überwinterung schwärmen die Käfer im Mai aus und suchen Nahrung auf Obstpflanzen wie der Sommerhimbeere. Nach der Befruchtung der Weibchen legen diese ihre Eier, etwa 30 bis 40 Stück pro Tier, in den Blüten der Himbeere ab. Die geschlüpften Larven ernähren sich von den reifenden Früchten. Die Ernte fällt bei betroffenen Himbeeren deutlich geringer aus.

Zuverlässigen Schutz gibt es nicht

Zuverlässigen Schutz vor dem Käfer gibt es nicht. Pflanzenschutzmittel sind nicht empfehlenswert, da die Himbeeren dann nicht mehr genießbar sind und zudem andere Tiere wie Bienen zu Schaden kommen können. Eine Möglichkeit ist, Folie oder Gartenvlies unter der Himbeerpflanze auszubreiten. Die geschlüpften Larven, die sich zur Verpuppung ins Erdreich eingraben wollen, erreichen dieses nicht. Zudem können im Frühjahr die überwinterten Käfer nicht aus der Erde herauskriechen. Eine weitere Option ist es, die Käfer von der Pflanze abzuschütteln und einzusammeln.

Herbsthimbeere macht weniger Arbeit

Eine einfache Alternative ist es, Herbsthimbeeren pflanzen, sie tragen die Früchte von August bis Oktober. Herbsthimbeeren sind zum einen pflegeleichter als Sommerhimbeeren, zum anderen legen die Himbeerkäfer zum Zeitpunkt der Herbsthimbeer-Blüte keine Eier mehr ab. Schmackhafte Herbsthimbeeren sind beispielsweise die Sorten Autumn Bliss, Himbotop, Polka, Goldkind oder auch Sugana.

Herbsttragende Sorten: Einfacher Schnitt

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Die Erntezeit der Herbsthimbeere ist von August bis Oktober.

Herbsthimbeeren sind aus einem weiteren Grund sehr empfehlenswert: Ihr Schnitt ist ausgesprochen einfach. Vor den ersten Frösten werden einfach alle Ruten bodentief abgeschnitten. Im Frühjahr wachsen dann neue Triebe, die im selben Jahr Früchte tragen. Bei Sommerhimbeeren ist der Schnitt ein wenig komplizierter. Bei Pflanzen dieser Sorten werden alte Ruten, die man an der braunen Rindenfarbe erkennt, heruntergeschnitten. Von den frischen Ruten bleiben pro Himbeerpflanze jeweils vier bis fünf stehen. An ihnen bilden sich dann im folgenden Jahr neue Früchte.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Gartentipps | 04.03.2017 | 06:50 Uhr

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