Mittlerweile gibt es viele verschiedene Möglichkeiten des Pilzanbaus. Die Anbauarten reichen von der Waldgartenkultur bis hin zu Pilzbruten für Holz und Stroh. Am einfachsten ist die Fertigkultur.
Die Waldgartenkultur ist einfach anzulegen und zu pflegen. An einem schönen, schattigen Plätzchen im Garten ...
... heben Sie eine Grube aus: in der Breite etwa 50 x 50 und 15 Zentimeter tief.
In der Packung befinden sich die Pilzbrut und ein Nährstoffsubstrat. Diese sehr harten Klötze müssen Sie ...
... in etwa acht Liter Wasser einweichen.
Dort quellen sie auf etwa das Vierfache ihrer Größe auf. Mit der einen Hälfte bedecken Sie nun Ihre ausgehobene Mulde im Boden. Darauf verteilen Sie die Pilzkulturen und decken alles mit der anderen Hälfte des Substrats wieder zu. Am Ende mit etwa zwei Zentimeter Erde oder Mulch zudecken und nach etwa acht bis zwölf Wochen ernten.
Eine andere Möglichkeit ist die Pilzbrut für Laubholz - geeignet für geduldige Pilzliebhaber, denn bis zur Ernte kann es bis zu zwei Jahre dauern. Im Bild sehen Sie die Pilzbrut, diesmal in Form von beimpften Strohhäckseln.
Sägen Sie nun einen Baumstamm keilförmig ein und drücken Sie die Pilzbrut vorsichtig in die Kerben. Am besten geeignet ist weiches Laubholz, wie das der Birke oder Pappel. Wichtig: Es sollte möglichst frisch geschlagen sein.
Ist alles verstaut, können Sie den Stamm mit einer lockeren Folie schützen, die das Klima unter der Folie verbessert und so das Anwachsen erleichtert. Zusätzlich bietet sie Schutz vor zu viel Nässe, denn diese mag die Pilzbrut überhaupt nicht.
Auch Strohballen eignen sich wunderbar zur Pilzzucht und ernten können Sie schon nach 6 bis 16 Wochen. Ein Zehn-Kilo-Ballen ist ideal - größere entwickeln zu viel Hitze und die Pilzbrut stirbt ab. Weichen Sie den Ballen etwa zwei Tage lang in Wasser ein ...
... und bohren Sie anschließend etwa zehn Löcher hinein. In jedes stecken Sie anschließend ein etwa daumengroßes Stück Pilzbrut. Danach alles wieder gut andrücken und mit einer Folie geschützt an einen schattigen und windstillen Ort legen.
Fertigkulturen wie dieser Limonenpilz sind die einfachste, aber auch kostenintensivste Methode. Sie müssen nur die Klebebänder von den Öffnungen ziehen, den Ballen an einen geeigneten Ort stellen und ihn regelmäßig feucht halten.
Je nach Art wachsen die Pilze nach einem Zeitraum von vier Tagen bis vier Wochen. So ein Ballen kostet gut 35 Euro, während die anderen Pilzkulturen zwischen zehn und 20 Euro kosten. Grundlegend bei der Arbeit mit Pilzbrut sind sehr saubere Hände. Pilze allgemein sind äußerst empfindlich gegenüber Bakterien, Schmutz und Sporen.