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Aus Brennnesseln lässt sich ein hochwertiger Pflanzendünger herstellen.
Viele Gemüsepflanzen, aber auch Stauden und Sträucher, legen sich in diesen Wochen mächtig ins Zeug, blühen prächtig oder bilden Früchte aus. Dazu brauchen sie ab und an eine kleine Vitaminspritze. Nährstoffe wie Kalium, Phosphor und auch Stickstoff benötigen sie dringend. Die können ihnen auch mithilfe von selbst angesetzten Jauchen zugeführt werden.
Jauche, gerade von Brennnesseln, liefert den Pflanzen ganz schnell alles, was sie jetzt zum Wachsen und Früchteausreifen brauchen. In der Jauche ist alles zersetzt und zerkleinert. Die Nährstoffe können deshalb praktisch ohne Wartezeit von den Pflanzen aufgenommen werden. Wenn Gartenfreunde die Jauche richtig ansetzen, muss sie auch nicht unbedingt sehr geruchsintensiv sein.
Durch das tägliche Umrühren gelangt Sauerstoff in die Flüssigkeit und dieser Sauerstoff reduziert ein wenig den Fäulnisgeruch. Wichtig ist, eine Handvoll Steinmehl über die Jauche zu streuen, das Steinmehl bindet den Geruch. Wer sich nicht ganz sicher ist, ob das Ansetzen einer Brennnesseljauche etwas für ihn ist, kann mit einem eher kleinen Gefäß anfangen, etwa mit einem Zehn-Liter-Eimer.
Für einen Zehn-Liter-Eimer benötigt man ein Kilogramm frische und zerkleinerte Brennnesseln. Darauf zehn Liter Wasser schütten, möglichst Regenwasser oder abgestandenes Leitungswasser. Steinmehl nicht vergessen und regelmäßig umrühren. Die Jauche ist fertig, wenn es im Eimer nicht mehr schäumt, spätestens aber nach 14 Tagen. Mit der Jauche, verdünnt im Verhältnis 1:20, werden die Pflanzen dann alle zwei Wochen gedüngt. So versorgt sollten Gemüse- und Blühpflanzen bestens gedeihen.