Holen Sie sich den Süden in den Garten!
Was gibt es Schöneres, als an einem warmen Sommertag in eine süße, saftige Melone zu beißen? Gärtner Peter Rasch gibt Tipps zum Anbau von exotischen Früchten im eigenen Garten. Es müssen ja nicht immer Brechbohnen oder Radieschen sein. Einige dieser süßen Exoten gedeihen in unseren Gefilden wunderbar. Auch bei allzu "norddeutschem" Wetter bekommt man die Melonen und Physalis groß, süß und saftig! Wie, das verrät ein Blick in die Galerie.
Exoten im Garten
Stand: 30.05.2013 17:57 Uhr
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Tomaten und Gurken im Garten anbauen kann jeder - bei uns geht es jetzt um die Exoten.
Besonders beliebt sind Wassermelonen, aber auch Honig- und Galiamelonen fühlen sich bei uns wohl. Alle Melonenarten bevorzugen eine Südlage.
Eine Hauswand, oder wie in unserem Fall ein Holzstapel, spendieren den Melonen eine Extraportion Wärme und schützen vor Wind. Auch eine Hecke oder zwei in einem Meter Abstand gepflanzte Reihen Mais machen sich als Windschutz gut.
Pflanzen sollten Sie in lockerem Humusboden, den Sie mit etwas abgelagertem Mist oder Kompost aufwerten können. Pro Pflanze sollten Sie gut einen Quadratmeter Fläche reservieren und diesen von Unkraut freihalten, denn die großen Früchte brauchen viele Nährstoffe.
Melonen gehören unbedingt ins Freiland, denn sie brauchen Insekten für die Bestäubung. Frühbeetfenster eignen sich, um die Bodentemperatur zu erhöhen und zur Abdeckung gegen Platzregen.
Aber immer, wenn die Sonne herauskommt: runter mit den Glas! Wassermelonen brauchen sehr viel Wasser. Bitte gießen Sie aber nur mit abgestandenem Regenwasser - niemals mit Leitungswasser, denn Chlor vertragen Melonen überhaupt nicht.
Ohne Schneiden keine Früchte! Die Haupttriebe der Melone müssen nach dem fünften Blatt gekappt werden, damit sich die weiblichen Blüten an den Seitentrieben zweiter Ordnung entwickeln. Aber Vorsicht: Nicht zu viele Blätter entfernen, Melonen brauchen die Photosynthese, damit sie groß und süß werden.
Exot Nummer zwei: die Physalis oder Andenbeere. Auch diese Pflanze, die wir sonst nur vom Obstregal aus dem Supermarkt kennen, wächst bei uns.
Draußen in Beet oder Kübel haben Sie die besten Erfolge, denn im Gewächshaus wuchert Physalis sehr und muss oft beschnitten werden.
Draußen in Beet oder Kübel haben Sie die besten Erfolge, denn im Gewächshaus wuchert Physalis sehr und muss oft beschnitten werden.