Stand: 11.09.2017 09:31 Uhr

Einfach natürlich: Kräuter konservieren

Wenn der Herbst Einzug hält, bereiten sich die Pflanzen im Garten so langsam auf die kalte Jahreszeit vor. Möchte man noch etwas von den einjährigen Kräutern haben, bevor sie welken, sollten Petersilie, Pfefferminze & Co. abgeerntet werden. Es empfiehlt sich, die Kräuter in den Morgenstunden zu ernten, wenn der Morgentau abgetrocknet ist. Vor dem Mittag enthalten die Pflanzen mehr ätherische Öle.

Nur selten bietet sich die Gelegenheit, große Mengen an Kräutern direkt zu verarbeiten. Aber die würzigen Pflänzchen lassen sich glücklicherweise einfach und natürlich konservieren - indem man sie trocknet, einfriert oder zu Butter und Kräuteröl weiterverarbeitet.

Kräuter trocknen, einfrieren und verarbeiten

Kräuter: einjährig, zweijährig oder mehrjährig?

Wie die meisten Pflanzen lassen sich Kräuter in ein-, zwei- und mehrjährige Arten unterscheiden. "Echte" einjährige Pflanzen gibt es in der Natur nur sehr wenige. Sie überleben nur eine Vegetationsperiode, pflanzen sich fort und sterben dann ab. Häufig werden fälschlicherweise solche Kräuter als einjährig bezeichnet, die unseren Winter nicht überstehen, weil sie aus anderen klimatischen Zonen stammen.

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Basilikum wird oft als einjährige Pflanze bezeichnet - unter geeigneten klimatischen Bedingungen lebt es aber länger.

Dazu zählen beispielsweise Basilikum, Majoran und Kapuzinerkresse. Zudem sind manche Sorten so gezüchtet, dass sie nicht länger als einen Sommer überleben. Die frostempfindlichen Pflanzen durch den Winter zu bringen, ist nicht einfach, aber einen Versuch wert. Diese Kräuter können bei Temperaturen unter zehn Grad ins Haus geholt werden und sollten so hell wie möglich bei Temperaturen zwischen zehn und 15 Grad Celsius stehen. Wichtig: Die Pflanzen benötigen eine erhöhte Luftfeuchtigkeit.

Zu den zweijährigen Kräutern zählen beispielsweise Fenchel, Kümmel und Petersilie. Am richtigen Standort gepflanzt, überstehen sie zwei Gartensaisons. Die große Auswahl mehrjähriger Kräuter lässt sich in Stauden und verholzende Kräuter unterscheiden. Stauden wie Minze, Zitronenmelisse und Oregano ziehen sich im Winter komplett in die Erde zurück. Sie können im Herbst komplett abgeerntet und dann konserviert werden. Verholzende Kräuter wie Thymian und Lavendel sollten nicht radikal abgeschnitten und geerntet werden: Sie benötigen ihre Triebe als Winterschutz und können im Frühjahr zurückgeschnitten werden.

Brille, breites Lächeln und Franzosen-Käppi: Fernsehgärtner Matthias Schuh. © NDR, honorarfrei

Schuh gärtnert

Wie verarbeite ich Kräuter aus dem eigenen Garten? Wie baue ich ein Gewächshaus? Wie schneide ich Rosen richtig? Gärtner Matthias Schuh gibt Pflanz- und Gartentipps.

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