Stand: 28.09.2014 14:58 Uhr  | Archiv

Im Herbst Winterknoblauch pflanzen

von Ralf Walter
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Knoblauch werden gute Eigenschaften zugeschrieben: Die Fließ-Eigenschaften des Blutes verbessern sich, erhöhte Cholesterinwerte und hoher Blutdruck werden gesenkt.

Knoblauch ist für viele Genießer ein unverzichtbarer Geschmacksträger in zahlreichen Gerichten. Vor allem in der mediterranen Küche gibt es kaum ein Essen, das ohne Knoblauch zubereitet wird. Eines kommt zum Geschmack dazu: Der Knoblauch ist sehr gesund. Wer noch ein Plätzchen im Garten frei hat, kann seinen Knoblauch selbst ziehen. Allerdings sollte man nicht die Zehen aus dem Supermarkt zum Einpflanzen verwenden. Dieser Knoblauch stammt meistens aus Südeuropa und würde den kalten norddeutschen Winter im Boden nicht überstehen. In Gartencentern gibt es speziellen Winterknoblauch, der sich deutlich besser für den eigenen Anbau eignet.

Pflanzzeit: Anfang September bis Ende Oktober

Eine Woche vor dem Pflanztermin vorsichtig alle makellosen Zehen aus der Knolle herauslösen. Die Zehen später mit der Spitze nach oben in den Gartenboden stecken. Etwa fünf Zentimeter tief einpflanzen und zwischen den einzelnen Zehen 15 Zentimeter Abstand einhalten. Danach etwas angießen, aber dringend darauf achten, dass sich keine Staunässe bildet.

Knoblauch stammt aus dem Süden und mag auf Dauer keine nassen Füße. Anfang Juli beginnt dann die Ernte des selbst gezogenen Knoblauchs. Die Knoblauchzwiebeln können geerntet werden, wenn das obere Drittel des Lauches abgestorben ist. Danach sollte der Knoblauch noch einige Tage trocknen und nachreifen. Anschließend ist er dann bereit für den Einsatz in der Küche.

So gesund ist Knoblauch

Knoblauch wirkt sich positiv auf unsere Gesundheit aus. Die schwefelhaltigen Inhaltsstoffe erweitern die Blutgefäße, vermindern die Blutgerinnung und sollen verhindern, dass sich Ablagerungen an den Innenwänden der Blutgefäße bilden. Außerdem wirkt er sich positiv auf den Blutdruck aus, hilft gegen Thrombosen und Arteriosklerose und senkt das Risiko von Herzinfarkten und Schlaganfällen.

Zudem regt Knoblauch die Magen- und Darmtätigkeit an und unterstützt die Verdauung. So wirkt er gegen zahlreiche Darmprobleme. Auch das Risiko für Magen- und Darmkrebs soll sich durch den regelmäßigen Verzehr von Knoblauch senken lassen.

Damit die wirksamen Stoffe zur Entfaltung kommen, muss der Knoblauch aber nicht nur regelmäßig verzehrt, sondern auch richtig zubereitet werden. Es empfiehlt sich, die Zehen vor dem Verzehr zu pressen und dann für etwa zehn Minuten ziehen zu lassen. In Topf oder Pfanne sollte Knoblauch nicht länger als drei Minuten mitgegart werden, um die Wirksamkeit der Schutzstoffe zu erhalten.

Weitere Informationen

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Gartentipps | 31.08.2013 | 07:10 Uhr

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