Ralf Walter
NDR 1 Niedersachsen
Wer Rosen in seinem Garten hat, möchte auch, dass es ihnen gut geht. Manchmal vereiteln Krankheiten nämlich die Blütenpracht. Die richtigen Vorbeugemaßnahmen können helfen, den Befall in Grenzen zu halten.
An den befallenen Stellen ist ein weißer, mehliger Belag sichtbar.
Der Echte Mehltau zum Beispiel ist eine hartnäckige Rosenkrankheit. Er wird auch Schönwetterpilz genannt, denn er taucht insbesonsondere bei Temperaturen über 20 Grad in Kombination mit hoher Luftfeuchtigkeit auf. Gerade die neuen Triebe und Blätter können bei anhaltender Trockenheit nicht richtig ausreifen und bieten dem Pilz beste Angriffsbedingungen. An den befallenen Stellen ist dann ein weißer, mehliger Belag sichtbar. Empfindliche Rosen sollten deshalb in nährstoffreicher, feuchter Erde stehen. Zudem ist ein sonniger und luftiger Standort wichtig, damit die Rosenblätter nach einem Regenguss rasch wieder trocknen und dem Mehltaupilz möglichst wenig Angriffsfläche bieten.
Bei anhaltender Trockenheit sollten empfindliche Sorten und vor allem junge Rosen öfter durchdringend gewässert werden. Anschließend den nassen Boden mit Mulch abdecken, damit die Feuchtigkeit gut gespeichert wird. Wenn der Echte Mehltau die Rose bereits befallen hat, gibt es im Handel mehrere Mittel zu kaufen, die gegen den Pilz wirken. Eines, das sich bewährt hat, heißt "Steinhauers Mehltauschreck".
Dieses Mittel lässt sich aber auch relativ einfach selbst mixen, denn die Zutaten haben die meisten Menschen im Küchenschrank stehen: Für fünf Liter Spritzbrühe werden drei Beutel Backpulver, 50 Milliliter Öl, am besten Rapsöl, und einige Tropfen Spülmittel benötigt. Das Ganze mischen und die Rosen damit besprühen. Empfindliche Rosen können vorbeugend alle zehn bis 14 Tage mit dem Mittel behandelt werden. Die Pflanzenteile, an denen sich der Pilz dennoch hartnäckig hält, werden großzügig herausgeschnitten.