So vielseitig ist die Gartenschau
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So schön sie sind: Wer eine Pflanze umsetzen muss, sollte in dieser Jahreszeit lieber die Neutriebe zurückschneiden.
Alles neu macht der Mai. Jetzt entwickeln sich die Pflanzen geradezu explosionsartig. Das Gewebe des Austriebs ist jedoch noch sehr weich. Daher darf die Verpflanzung sommergrüner Gehölze bis zum Herbst warten. Wenn Sie trotzdem eine Pflanze umsetzen müssen, schneiden Sie lieber die Neutriebe zurück. Bei immergrünen Gehölzen wie Rhododendren und Koniferen ist das nicht nötig. Bis spätestens Mitte Mai müssen alle Gehölze umgesetzt sein. Ein Gießrand und bis zu 20 Liter Gießwasser sorgen für gutes Anwachsen.
Aber auch Unkräuter sprießen jetzt mit Macht. Einige Menschen genießen die meditative Ruhe des Unkrautjätens. Wer diese Arbeit als Belastung erlebt, sollte lieber etappenweise arbeiten. Zuerst lockern Sie die Erde mit einer Grabegabel auf. Damit Sie sich nicht wie Sisyphos fühlen, ziehen Sie nur das, was gut zu greifen ist, mit Hilfe eines Löwenzahnstechers heraus. Den Rest arbeiten Sie mit einem Kultivator oder einer sehr schmalen Harke unter.
Bei ausläufertreibenden Unkräutern wie Giersch und Quecke lohnt es, möglichst viel von der Wurzel herausziehen. Schachtelhalm wurzelt extrem tief. Beschränken Sie sich darauf, ihn bodennah abzureißen. Mit Unkräutern durchsetzte Stauden nehmen Sie am besten ganz heraus, teilen sie und setzen sie ohne Unkraut wieder ein. Dies erfolgt bei Frühjahrsblühern zwischen Juni und September, bei Sommerblühern in der Winterruhe. Achten Sie auf Wurzelreste.
Langfristig reduzieren geschickt platzierte Bodendeckerstauden Unkraut und unerwünschte Gräser. Bei der Auswahl gilt es, die Ansprüche ans Licht zu beachten. Ein weißer Kreis auf dem Staudenetikett bedeutet volle Sonne, ein schwarzer Kreis Schatten. Unkraut verdrängend wirken:
Wer Unkrautvernichtungsmittel im Garten einsetzt, handelt verantwortungslos angesichts der dramatischen Trinkwasserbelastung und ihren Folgen wie Allergien, Nierenschädigungen oder Hautkrankheiten bis hin zu Krebs. Auch die angeblich biologisch abbaubaren Glyphosaten belasten die Gewässer. Wer gegen gesetzliche Bestimmungen verstößt, zahlt Geldbußen bis zu 50.000 Euro.
Der Rasen muss alle drei bis sieben Tage gemäht werden, damit die Gräser aus der Basis austreiben. Die Schnitthöhe 4 bis 4,5 Zentimeter belässt den Gräsern noch genug Blattmasse, um gut zu wachsen. Seltener und zu tiefer Schnitt schädigt den Rasen. Moos und Unkraut sind dann im Vorteil. Bei Trockenheit einmal pro Woche durchdringend wässern.
Blattläuse lassen sich vorsichtig mit einer Mischung aus Brennspiritus und Seife beseitigen.
Im Mai bilden die Blattläuse ihre Kolonien. Sie schädigen die Pflanzen aber nur bei extremem Massenbefall. Doch leidet das Erscheinungsbild. Zur Bekämpfung eine Verschlusskappe Brennspiritus in einen Liter Wasser geben, einen Spritzer grüne Seife hinzufügen und mit dem Zerstäuber auftragen.
Außerdem ist der Mai eine gute Zeit, um Dahlien und Gladiolen einzusetzen. Über der Knolle sollte so viel Erde sein, wie die Knolle im Durchmesser misst.
Ein Pilz, der über die Blüte eindringt, befällt zu dieser Zeit oft Mandelbäumchen und Sauerkirschen. Die Triebspitzen hängen welk herunter, weshalb der Pilz auch Spitzendürre heißt, lateinisch: Monilia. Schneiden Sie deshalb die Triebe nach der Blüte bis tief ins gesunde Holz zurück und achten Sie genauestens auf die Entfernung des Totholzes. Die Pflanzen danken es mit kräftigen, gesunden Neutrieben. Bei Kiefern schneidet man die frischen Spitzen um die Hälfte zurück. Das regt sie zu einem dichten Wuchs an. Gartenabfälle gut gemischt unter Zugabe von Kalk und Hornspänen kompostieren.