Gartentipp

In den Kirschen ist der Wurm drin

von Ralf Walter

Kirschen  Detailansicht des Bildes Kirschfruchtfliegen sorgen für die Maden in den Kirschen. Auch in diesem Jahr ist bei den Kirschen vieler Hobbygärtner wieder der Wurm drin. In vielen Kirschen stecken Maden. Das sind die Nachkommen der Kirschfruchtfliege. Diese nur etwa fünf Millimeter große Fliege ist Ende Mai, Anfang Juni sehr aktiv gewesen und umhergeflogen und hat mit ihrem kleinen Stachel die unreifen Kirschen angestochen und ihre Eier in die Kirschen gelegt. Aus diesen Eiern haben sich die Larven entwickelt, die sich nun vom Fruchtfleisch der Kirschen ernähren. Und wer nicht aufpasst und einfach eine Süßkirsche in den Mund steckt, isst eventuell unbemerkt gleich eine Made mit.

Vorbereitungen für das nächste Jahr

Wer in diesem Jahr Maden in seinen Kirschen hat, der sollte unter dem Kirschbaum zunächst alle am Boden liegenden Kirschen aufsammeln und dann ein großes Vlies unter dem Baum ausbreiten, um noch weitere vom Baum fallende Kirschen entsorgen zu können. Aus den Kirschen krabbeln nämlich die Maden heraus und verpuppen sich im Boden unter dem Kirschbaum, um im nächsten Frühjahr als Fliege neu zu starten und dann ihre Eier in die Kirschen zu legen.

Gelbtafeln gegen Kirschfruchtfliegen

Doch das reicht meist nicht aus. Einige Maden haben es bestimmt schon in den Boden geschafft und Kirschfruchtfliegen können auch aus anderen Gärten zugeflogen kommen. Deshalb sollte man im Frühjahr, wenn die Kirschen gelb sind, sogenannte Gelbtafeln im Baum aufhängen. Zwei Tafeln pro Baum-Meter ist eine Faustformel. Die Fliegen orientieren sich nämlich an der Farbe Gelb und statt die gelben Kirschen anzufliegen, steuern sie die mit einem speziellen Kleber bestrichenen Gelbtafeln an. Auf denen bleiben sie kleben und kommen nicht weiter.

Engmaschige Netze helfen

Es blüht so schön der Kirschbaum - fotografiert von Uwe Mahler aus Lubmin. © NDR Fotograf: Uwe Mahler aus Lubmin Detailansicht des Bildes Wer madige Kirschen zuverlässig verhindern will, der kann seinen Kirschbaum in spezielle engmaschige Netze hüllen. Das alles kann helfen, den Befall im kommenden Jahr einzudämmen. Wer Maden in seinen Kirschen noch zuverlässiger verhindern will, der muss zu einem anderen Hilfsmittel greifen. Es gibt spezielle engmaschige Netze, in die der Kirschbaum eingehüllt werden kann. Da kommen dann selbst die kleinen Kirschfruchtfliegen nicht durch. 

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NDR 1 Niedersachsen Moderator Ralf Walter © NDR
 

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05.07.2011 | 20:15 Uhr
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Die Früchte enthalten viel Vitamin C.

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