Ralf Walter
NDR 1 Niedersachsen
Die rot-braunen Flecken deuten bereits auf einen Pilzbefall hin. Später entstehen daraus die typischen Löcher.
Viele Gartenbesitzer entdecken an ihren Kirschlorbeeren zurzeit durchlöcherte Blätter und Blätter, die rot-braune Flecken haben. Verantwortlich dafür ist ein Pilz, der vor allem die jungen Blätter befällt. Die jetzt noch kleinen Stellen auf den Blättern, werden später etwas größer, schließlich stirbt das Blattgewebe in diesen Flecken ab und das tote Gewebe fällt heraus. So entstehen die typischen Löcher, und da es meistens gleich viele junge Blätter betrifft, sieht es so aus, als habe jemand mit dem Schrotgewehr in den Busch geschossen. Daher trägt dieses Schadbild die Bezeichnung Schrotschusskrankheit.
Doch was können Hobbygärtner gegen diesen Pilz unternehmen? Der Erreger hat an den jetzt sichtbar befallenen Blättern und Trieben bereits überwintert und sich hartnäckig festgesetzt. Es spezielles Spritzmittel gegen diese Krankheit gibt es nicht. Allerdings sollen zugelassene Fungizide, die gegen andere Pilze eingesetzt werden können, durch ihre Nebenwirkung auch bei der Schrotschusskrankheit helfen. Wer also mit einem Spritzmittel im Garten arbeiten möchte, müsste im Fachhandel nach geeigneten Fungiziden fragen. Auf alle Fälle sollten die herabgefallenen Blätter aufgesammelt und entsorgt werden. Wer auf ein Spritzmittel verzichten möchte, sollte die befallenen Blätter am Kirschlorbeer entfernen und die Triebe bis ins gesunde Holz zurückschneiden.