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Starke Pflanzen: Welche sind ideale Nachbarn?

von Udo Tanske

Gärtner trägt eine Kiste mit Kräutern  Fotograf: Udo Tanske Detailansicht des Bildes Manche Pflanzen gehen ein, wenn man nebeneinander setzt, andere fördern einander. "Es kann der frömmste nicht in Frieden leben, wenn es dem bösen Nachbarn nicht gefällt." - Der berühmte Satz aus Schillers "Wilhelm Tell" gilt auch für Pflanzen. Wurzelausscheidungen und Düfte von Pflanzen spielen dabei eine große Rolle: Manche Pflanzen bleiben klein oder gehen sogar ein, wenn man sie zwingt, nebeneinander zu stehen. Andere Pflanzen fördern sich gegenseitig: Sie werden üppiger und gesünder. In der Wissenschaft nennt man dieses Phänomen "Biozönose".

Gartentipp: Gute Nachbarn - schlechte Nachbarn

Nordmagazin - 16.05.2013 19:30 Uhr - Autor/in: Udo Tanske

Wurzelausscheidungen und Düfte von Pflanzen: Manche Pflanzen können sich nicht riechen und bleiben klein oder gehen sogar ein, wenn sie nebeneinander gepflanzt werden.

Sympathien und Antipathien am Wurzelwerk ablesbar

Mischkultur aus Tomate, Tagetes und Basilikum  Fotograf: Udo Tanske Detailansicht des Bildes Basilikum oder Tagetes schützen Tomaten vor Schädlingen. Die Wurzeln artfreundlicher Pflanzen verflechten sich im Untergrund, während artfeindliche Pflanzen sich distanzieren. Kartoffeln und dicke Bohnen wachsen beispielsweise besonders gut zusammen und Dill liebt es zwischen Gurkenranken. Manche Mischkulturen wehren sogar Schädlinge ab. Schnittsellerie schützt zum Beispiel Kohlkulturen vor Raupen und Erdflöhen. Der Duft von Salbei, Thymian und Pfefferminze hält den Kohlweißling und andere Falter fern.

Duftendes Bohnenkraut zwischen den Reihen hält die Schwarzen Läuse von Ihren Bohnen fern. Kapuzinerkresse, Gartenkresse sollen Tomaten und sogar Obstbäume vor Blatt- und Blutläusen schützen. Auch Ringelblumen oder Tagetes schützen Obst und Gemüse vor Schädlingen.

Gute Nachbarschaft kann man schmecken

Kombination aus Kräuter in einer Holzkiste  Fotograf: Udo Tanske Detailansicht des Bildes Eine Kombination aus Kräutern sorgt für eine gute Mischung im Gemüsebeet. Es gibt sogar Pflanzen, die den Geschmack ihres Nachbarn verbessern: Kartoffeln werden besonders schmackhaft, wenn Kümmel oder Koriander daneben stehen. Auch Dill und Möhren haben auf den Erdapfelgeschmack einen guten Einfluss. Kresse kann Radieschen noch würziger machen.
Wenn Sie diese ungünstigen Nachbarschaften also geschickt vermeiden, sparen Sie nicht nur eine Menge Chemie, sondern erzielen auch bessere Erträge.

Dieses Thema im Programm:

Nordmagazin | 16.05.2013 | 19:30 Uhr

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Dieser Artikel wurde ausgedruckt unter der Adresse: http://www.ndr.de/ratgeber/garten/garten1075.html
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Blockhütte im Bauerngarten © fotolia Fotograf: Joachim B. Albers
 
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