Stand: 06.02.2013 20:05 Uhr

Gehölze schneiden - aber richtig

von Andreas Wolf
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Zeigen nach dem Winter früh ihre Blüten: Schneeglöckchen.

Im Februar regt sich im Garten wieder das Leben. Schneeglöckchen und Winterlinge sind die ersten Zwiebelpflanzen, die ihre Blüten zeigen. Wer versäumt hat, im Herbst Zwiebeln zu setzen, kann jetzt noch getopfte Pflanzen ins Beet bringen. Beim Einpflanzen muss so viel Erde über der Zwiebel sein, wie ihr Durchmesser beträgt. Sehr schön wirken sie auch in der Rasenfläche. Am besten wählt man den Randbereich, weil der Rasen erst gemäht werden darf, wenn das Laub der Zwiebel braun wird.

Überwinterte Topfpflanzen leicht einkürzen

Überwinterte Topfpflanzen bekommen im Februar bereits die ersten Austriebe. Die zarten Spitzen können so lang werden, dass sie abknicken. Dann ist ein leichtes Einkürzen sinnvoll. Dies führt zudem zu einer besseren Verzweigung. Bei Schimmel auf der Topferde sollte weniger gegossen werden.

So setzen Sie den richtigen Schnitt

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Der Februar ist der ideale Monat, um Gehölze zu schneiden.

Der Februar ist der Monat des Gehölzschnitts. Sträucher und Bäume befinden sich noch in der Ruhephase, lassen sich gut beurteilen, die Vögel suchen noch keine Nistgelegenheiten, und bis zum Wachstum und damit der Wundheilung dauert es nicht mehr lange. Damit Wunden schnell wieder zuwachsen und um Faulstellen zu vermeiden, ist die richtige Schnittführung sehr wichtig. Geschnitten wird kurz über einer Knospe oder bei größeren Schnitten über einer Abzweigung. So kann sich das Wundgewebe gut entwickeln.

Bei falschem Schnitt verhindern tote Zweigstummel - die Zapfen - das Verschließen der Wunde. Deshalb Totholz restlos entfernen. Diese Zapfen werden auch Kleiderhaken genannt, weil man regelmäßig daran hängen bleibt und die Kleidung reißt. Dies ist ein weiterer Grund, bei der Schnittführung sorgfältig zu sein. Bäume und Sträucher dürfen zum Schutz der Vögel nur bis Ende Februar gefällt oder entfernt werden. Auch der starke Rückschnitt bis kurz über den Boden, das "auf den Stock setzen", ist danach nicht mehr gestattet.

Besonderheiten bei Rhododenren

Der optimale Schnittwinkel liegt bei den meisten Pflanzen ungefähr bei 45 Grad (halber rechter Winkel). Eine Ausnahme sind Rhododendren. Hier liegen die ruhenden Knospen direkt unter dem Blattschopf, beziehungsweise der Verzweigung. Deshalb erfolgt hier der Schnitt unter einer Abzweigung. Selbst bei starken Ästen befinden sich noch ruhende Knospen nicht sichtbar unter der Rinde. Auch bei starkem Rückschnitt bis ins mehrjährige Holz treiben Rhododendren sicher wieder aus. Ausreichend Lichteinfall ist allerdings Voraussetzung.

Wunden nicht mit Verschlussmittel bestreichen

Wunden werden nicht mehr mit Verschlussmittel bestrichen, seitdem bekannt ist, dass die Feuchtigkeit unter der Schicht Pilzwachstum fördern kann. Temperaturen über dem Gefrierpunkt und scharfes Werkzeug führen zu glatten Schnitten und guter Verheilung.

Für Eifrige: Steckholzvermehrung ausprobieren

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Erfreut im Sommer mit seinen Früchten: ein beschnittener Johannisbeer-Strauch.

Wer den Frühling nicht mehr abwarten kann, kann sich an der Steckholzvermehrung versuchen. Ein Zweig des Vorjahres wird auf eine Länge von 30 Zentimetern geschnitten. Er muss mindestens so dick sein wie ein Bleistift und wird zu zwei Dritteln in die Erde gesteckt. Die Knospen müssen nach oben weisen. Diese Vermehrungsmethode eignet sich für Liguster, Forsythien, Weiden, Spieren, Deutzien, falschen Jasmin (Philadelphus) und Weigelien. Möchte man Kinder begeistern, ist die Johannisbeere besonders geeignet, weil die Früchte das Erfolgserlebnis noch steigern.

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