Stand: 30.10.2017 10:30 Uhr

Schöner Grabschmuck für Herbst und Winter

von Verena Künstner

Die letzte Ruhestätte hat im Herbst ganz besondere Aufmerksamkeit verdient. Blühender Blumenschmuck weicht Gestecken und frostharten Pflanzen, Abdeckungen aus Tannengrün schützen die Pflanzen. Wer für die Bepflanzung im Herbst neue Erde wählt, sollte sich möglichst für unkrautfreie Komposterde entscheiden. Sie ist humos, locker und verringert das lästige Jäten im Frühjahr.

Gestaltungstipps für Grabbepflanzung im Herbst

Geeignete Pflanzen für die Grabbepflanzung

Als Grabumrandung haben sich bodendeckende Pflanzen wie Efeu, Zwergmispel, Muehlenbeckia oder Sternmoos bewährt. Je mehr Fläche sie bedecken, desto pflegeleichter ist das Grab. Die immergrünen Bodendecker eignen sich für den (Halb-)Schatten und sehen auch im Winter schön aus. Für schattige Plätze eignen sich außerdem helle Pflanzen: Sie schaffen Lichtblicke. Winterfest sind Scheinbeeren, Silberblatt, Silberkörbchen und die Winter- und Besenheide. In Gruppen gepflanzt verstärkt sich deren optische Wirkung.

Schmucke Koniferenzweige

Ein weiterer Schmuck und hübscher Kontrast sind kurzgeschnittene Koniferenzweige, die zwischen die Pflanzen gesteckt werden. Die Zweige der Nadelbäume werden dafür unten angespitzt, damit sie gut in der Erde feststecken und nicht beim ersten Herbststurm über den gesamten Friedhof wehen.

Symbolik der Grabpflanzen: Welche Pflanze hat welche Bedeutung?

Bei der Auswahl der Pflanzen spielen für viele Menschen nicht nur Kriterien wie Farbe oder Langlebigkeit eine Rolle. Wichtig ist oftmals auch die Symbolik, denn viele Pflanzen haben eine besondere Bedeutung. Ein kurzer Überblick:

  • Erinnerung: Immergrün, Stiefmütterchen, Vergissmeinnicht

  • Frieden: Verbene, Lorbeer, Myrte

  • Hoffnung: Anemone, Krokus, Lilie, Veilchen

  • Leben: Buchsbaum, Efeu, Wacholder, Weinrebe

  • Licht: Krokus, Lilie, Lorbeer

  • Liebe: Anemone, Buchsbaum, Chrysantheme, Gänseblümchen, Krokus, Lilie, Rose, Veilchen, Vergissmeinnicht

  • Tod: Efeu, Eibe, Eisenhut, Lilie, Narzisse, Rose

  • Totengedenken: Chrysantheme, Immergrün, Lorbeer, Rose

  • Trauer: Chrysantheme, Pappel, Rose

  • Unsterblichkeit: Buchsbaum, Efeu, Eibe, Ginkgo, Krokus, Lorbeer, Zeder, Zypresse

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Pflanzschalen sind eine Alternative

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Schöne Pflanzschalen können auf das Grab oder auf den Grabstein gestellt werden.

Aus Koniferen wie Eibe, Muschelzypresse oder Wacholder lässt sich auch eine Pflanzschale zusammenstellen, die auf das Grab oder den Grabstein gestellt werden kann. Grundlage für das Gesteck ist der Wurzelballen der Heide, dort hinein einfach verschiedene angespitzte Koniferenzweige stecken. Besonders hübsch wirken Zweige der Stechpalme. Ihre glänzenden roten Früchte strahlen auch an dunklen Tagen.

Sparsam gießen

Kommt es im Herbst und Winter zu längeren Trockenzeiten, muss auch auf dem Friedhof regelmäßig gegossen werden. Gerade Immergrünes leidet, wenn der Boden gefroren ist und die Sonne scheint. Dennoch sollte man sparsam sein und das Grab nicht unter Wasser setzen. Eine halbe bis eine Kanne reicht oft schon, um den Pflanzen die nötige Feuchtigkeit zu liefern. Eine praktische Alternative zur Friedhofskanne ist eine Faltkanne aus Plastik, die bequem in jede Handtasche passt.

Die Figur eines Engels im Park.

Im Wald der Engel

die nordstory -

Der Ohlsdorfer Friedhof ist der größte Parkfriedhof der Welt und viel mehr als nur ein Friedhof. Ohlsdorf ist für viele ein Naherholungsgebiet, eine grüne Insel in der Stadt.

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