Stand: 20.07.2015 09:00 Uhr

Rasenmäher im Praxistest

von Thilo Eckoldt

Wer einen Garten besitzt, legt meist auch Wert auf die Pflege des Rasens. Mit einem Rasenmäher soll es schnell und gründlich gehen. Doch die Auswahl ist riesig: Neben Klassikern mit Benzinantrieb oder Steckdosenanschluss gibt es seit einiger Zeit auch Elektro-Rasenmäher mit Akku. Wo liegen die Stärken und Schwächen der Systeme? Markt macht den Praxistest mit drei Modellen:

  • kabelgebundener Elektromäher Wolf Ambition 34 E (130 Euro)
  • Akku-Rasenmäher Bosch ROTAK 37 Li (480 Euro inklusive Ladegerät)
  • Benzin-Mäher AL-KO Classic 4.64 mit Radantrieb (279 Euro)
(Zu diesen Preisen hat Markt eingekauft. Preise können sich ändern.)

So schneiden die Rasenmäher ab

Gelände ohne Hindernisse, kurzer Rasen

Zunächst werden die Mäher auf abgesteckten Feldern von jeweils 100 Quadratmetern ausprobiert. Das Gelände ist eben und ohne Hindernisse, der Rasen relativ flach.

Der Benzinmäher von AL-KO muss per Reißleine angeworfen werden. Nach einem mühelosen Start mäht er gründlich und sammelt das Gras in einem Fangkorb. In Kurven löst sich immer wieder die Arretierung der Höhenverstellung, die mechanisch mit dem Rad verbunden ist.  Der Mäher fällt dann auf die niedrigste Position zurück, das Messer schneidet in unserem Praxistest teilweise Löcher in den Rasen.

Einfach den aufgeladenen Akku einstecken, und schon ist der Elektro-Mäher von Bosch startklar. Er beeindruckt mit kraftvollem Schnitt und sauberer Arbeit: Kaum ein geschnittener Halm bleibt auf dem Rasen liegen.

Nicht ganz so einfach in Betrieb zu nehmen ist der kabelgebundene Elektro-Mäher von Wolf. Wenn keine Steckdose in der Nähe des Rasens ist, muss erst ein Verlängerungskabel her. Beim Mähen müssen die Tester aufpassen, dass das Kabel nicht im Weg liegt. Erst wenn sie langsam schieben, mäht das Gerät problemlos. Für schnelleres Mähen ist der Motor offenbar zu schwach. Der Wolf-Mäher befördert das gemähte Gras in den Augen unserer Tester nur sehr unregelmäßig in den Auffangkorb. Auf dem Rasen bleiben viele Grashäufchen liegen. Wegen seiner kleinen Öffnung lässt sich der Korb auch relativ schlecht leeren, fanden unsere Hobbygärtner.

Hindernisparcours um Beete und Bäume

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Lärmvergleich: Die elektrisch betriebenen Mäher arbeiten relativ leise. Der Benziner ist ein Ohrenschreck.

Auf einer kleinteiligen Fläche mähen die Tester um Beete und Bäume herum. Das eindeutige Ergebnis: Das Kabel ist extrem hinderlich, der Benzin-Mäher ist nicht beweglich genug – der leichte, wendige Akku-Mäher ist eindeutig im Vorteil.

Weidefläche mit hohem Gras

Auf einer Weide mit hohem Gras und unebenem Boden treten Benzin- und Akku-Mäher gegeneinander an. Für den kabelgebundenen Elektro-Mäher ist keine Steckdose in der Nähe. Auf der Weide schneidet der Benzin-Mäher richtig was weg. Doch auch der Akku-Mäher bewegt sich kraftvoll und gründlich durchs hohe Weidegras.

Fazit: Der richtige Mäher für jeden Rasen

Für kleine Rasenflächen ist nach Ansicht der Tester der Akku-Mäher von Bosch der Favorit. Allerdings ist unklar, wie lange der Akku hält. Er wird langfristig nachlassen und irgendwann seinen Geist aufgeben. Ein Ersatz-Akku kostet rund 170 Euro. Außerdem ist der Akku-Mäher mit Abstand am teuersten.

Für kleine Flächen ohne Hindernisse ist der Kabelmäher von Wolf eine günstige Alternative. Er kostet nur 130 Euro und hat einen nicht ganz so kräftigen Motor.

Für große Flächen ist der Benzinmäher von AL-KO optimal - dank seines starken Motors und der breiten Schnittfläche.

Dieses Thema im Programm:

Markt | 20.07.2015 | 20:15 Uhr

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