Sendedatum: 07.10.2013 20:15 Uhr

Praxistest: Wie gut sägen Kettensägen?

von Thilo Eckoldt

An einer Kettensäge kommt kaum ein Hobbygärtner vorbei. Bäume fällen, Kleinholz machen - eine Kettensäge erleichtert die Arbeit im Grünen. Die Auswahl ist riesengroß: In Gartencentern und im Internet stehen sich zwei Systeme gegenüber: Sägen mit Benzinmotor sowie abgasfreie elektrische Sägen mit Akku oder Stromkabel. Markt hat drei Kettensägen in der Preisklasse um 200 Euro im Internet bestellt:

  • Stihl Motorsäge MS 170-D mit Benzinmotor, 1,6 PS, Schwertlänge 35 cm, 199,99 Euro
  • Gardena 8865-20 AC Kettensäge, elektrisch mit Akku, 1.800 Watt, Schwertlänge 20 cm, 185,52 Euro
  • Bosch AKE 40-19 Pro, elektrisch mit Kabel, 1.900 Watt, Schwertlänge 40 cm, 170,90 Euro

So schnitten die Kettensägen ab

Montage, Sicherheit und Lautstärke

Bei allen drei Sägen ist die Gebrauchsanleitung sehr gut. Die Sägen lassen sich ohne Probleme montieren, die Modelle von Bosch und Gardena sogar ohne Werkzeug. Stihl liefert Werkzeug für die Montage und zum Kettenspannen mit. Um die Sägen beim Einsatz abstützen und fixieren zu können, haben die Gehäuse an der Vorderseite eine Zahnung. Sie ist bei den Sägen von Gardena und Stihl aus Kunststoff und deshalb nicht so haltbar wie die Metallzähne der Bosch-Säge.

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Kettensägen machen Krach: Das Messgerät ermittelt zwischen 93 und 97 Dezibel. Also nur mit Ohrschutz sägen, sonst drohen Hörschäden.

Ein großer Vorteil der Gardena-Säge: Lässt man den Startknopf los, steht die Säge sofort still. Bei den anderen Sägen läuft die Kette noch etwas nach - es besteht Verletzungsgefahr. In Sachen Lärmbelastung liegen alle drei Sägen mit Werten zwischen 93 und 97 Dezibel (gemessen im Leerlauf aus circa 30 cm Entfernung) etwa gleichauf. Man soll die Kettensägen in jedem Fall nur mit Gehörschutz verwenden.

Kleine, leichte Säge ist ideal für dichte Büsche

Markt hat die Sägen in einem sogenannten Knick getestet. Das ist ein mit Büschen und Bäumen bewachsener Wall zwischen Feldern. In den sehr beengten Verhältnissen macht sich die Gardena mit ihrem 20 Zentimeter kurzen Schwert gut. Sie ist außerdem mit 3,2 Kilogramm angenehm leicht. Zum Vergleich: Die Stihl-Säge bringt ein Kilogramm mehr auf die Waage. Vor allem im Dauereinsatz wird der Gewichtsunterschied spürbar.

Stolperfalle Stromkabel

In freier Natur gibt es keine Steckdosen. Das ist ein großer Nachteil für die kabelgebundene Elektrosäge von Bosch: Zum Anschluss an das Stromnetz muss ein Verlängerungskabel her. Die Sägen von Gardena und Stihl sind unabhängig von der Steckdose.

Die Akku-Säge von Gardena braucht aber relativ schnell einen Ersatz-Akku. Laut Hersteller reicht die vollgeladene Batterie für 60 Holzscheite mit acht Zentimetern Durchmesser. Wer ohne Pause weitersägen möchte, braucht einen Ersatz-Akku. Und der kostet noch einmal rund 100 Euro. Ein Nachteil der elektrisch betriebenen Sägen: Man darf sie wegen Stromschlaggefahr nicht bei Regen einsetzen.

Dieses Thema im Programm:

Markt | 07.10.2013 | 20:15 Uhr

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