Stand: 06.01.2017 17:42 Uhr

Wer ist zu Gast am Vogelhäuschen?

Auf kahlen Bäumen und Sträuchern und an Futterhäuschen lassen sich Vögel im Winter besonders gut beobachten und erkennen. Beste Voraussetzungen, um bei der "Stunde der Wintervögel" mitzumachen. Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) ruft bis Sonntag dazu auf, Vögel zu zählen. Eine Stunde lang sollen Naturfreunde im Park, auf dem Balkon oder im Garten nach Tieren Ausschau halten und ihre Beobachtungen notieren.

Heimische Gartenvögel erkennen

Ausschlaggebend ist jeweils die höchste Anzahl einer Art, die man innerhalb eine Stunde gleichzeitig sieht. Diese Zahlen können die Teilnehmer online, telefonisch oder per Post an den NABU schicken. Eine Zählhilfe zeigt die 15 verbreitetsten Vögel und zeigt Beispiele für korrekte Zählung. Wer nicht allein zählen möchte, kann sich Veranstaltungen der Naturschützer anschließen, Angebote gibt es unter anderem in Schwerin, Greifswald und Goslar.

Wie verändert sich die Vogelwelt?

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Grünfinken gehören zu den Sorgenkindern. Ihr Bestand nimmt seit Jahren ab.

Anhand der gemeldeten Daten will sich der NABU einen Überblick über die Bestände und deren Vorkommen verschaffen. Welche Art kommt wo wie häufig vor? Wo haben Bestände zugenommen, wo ist eine Art seltener geworden? Diese Informationen helfen, um die Tiere künftig besser zu schützen. "Je größer die Teilnehmerzahl ist, desto wertvoller werden die Ergebnisse", so der NABU.

Der Spatz hat seit Jahren den Schnabel vorn

Im vergangenen Jahr haben im Rahmen der "Stunde der Wintervögel" gut 93.000 Naturfreunde knapp 2,6 Millionen Vögel gezählt. Am häufigsten wurden dabei Haussperlinge beobachtet, gefolgt von Kohl- und Blaumeisen, Feldsperlingen, Amseln, Grün- und Buchfinken und Elstern. Damit belegt der Spatz seit der Einführung der Aktion im Jahr 2011 zum fünften Mal den Spitzenplatz. Nur im kalten Winter 2013 landete die Kohlmeise ganz vorn. Ergänzend zur Stunde der Wintervögel führt der NABU jährlich im Mai die "Stunde der Gartenvögel" durch.

So können Sie Beobachtungen melden

Teilnehmer können ihre Ergebnisse auf drei Wegen melden:
online: auf seiner Website bietet der NABU ein Meldeformular
telefonisch: unter (0800) 115 71 15 am 7. und 8. Januar 2017 von 10 bis 18 Uhr (kostenlos)
per Post: Zählformulare können bis 16. Januar 2017 geschickt werden an: NABU, Stunde der Wintervögel, 10469 Berlin

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Dieses Thema im Programm:

NDR Fernsehen | Schleswig-Holstein Magazin | 08.01.2017 | 19:30 Uhr