Stand: 17.02.2017 09:52 Uhr

Kübelpflanzen frühlingsfit machen

von Ralf Walter
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Kübelpflanzen benötigen auch im Winterquartier Pflege.

Noch stehen die meisten Kübelpflanzen in ihren Winterquartieren. Doch bald geht es wieder nach draußen. Im Keller, in der Garage oder im Gartenschuppen warten sie auf ihren Einsatz im Garten. Aber bei den aktuellen Außentemperaturen kann das wohl noch etwas dauern. Damit die Kübelpflanzen ihr Winterquartier gut überstehen, sollten sie entsprechend betreut werden.

Lüften gegen Schädlingsbefall

Auch in der Winterpause sollten die Kübelpflanzen ordentlich betreut werden, damit sie gut in den Frühling starten können. Wichtig ist, dass die Räume regelmäßig gelüftet werden, um einen Schädlingsbefall zu verhindern. Also mindestens zwei Mal die Woche das Fenster für einige Minuten weit aufreißen. Sollten doch schon kleine Schädlinge zu sehen sein, diese einfach absammeln.

Nur wenig Wasser

Ohne Wasser geht es natürlich nicht, also nach dem Lüften gießen. Da es im Keller oder auch im Abstellraum nicht gerade warm und sonnig ist, reicht oft schon wenig Wasser aus. Die Pflanzen sind jetzt in der Winterruhe und wachsen kaum. Deshalb benötigen sie auch nur sehr wenig Wasser. Würde zu viel gegossen, könnten die Wurzeln schnell zu faulen beginnen. Überzeugen Sie sich einfach selbst und testen Sie mit dem Finger die Erde. Ist die richtig trocken, dann ein wenig gießen. Abgefallene Pflanzenteile, die auf der Erde im Kübel liegen, bitte entfernen, um Pilzerkrankungen vorzubeugen.

Kübelpflanzen umtopfen

Alle paar Jahre benötigen Kübelpflanzen neue Erde, da diese im Kübel irgendwann verbraucht und ausgelaugt ist. Wer sich unsicher ist, ob seine Kübelpflanze umgetopft werden muss, sollte genau in den Kübel schauen. Ist die Erde sehr verdichtet und schauen die Wurzeln über den Kübelrand heraus, dann ist es allerhöchste Zeit. Das beginnende Frühjahr eignet sich optimal zum Umtopfen, denn die Pflanzen treiben noch nicht aus.

Neue Kübel zwei Zentimeter größer wählen

Benötigt werden ein neuer Kübel, dessen Durchmesser größer ist als der des alten Kübels, frische Kübelpflanzenerde und eine scharfe Schere. In den neuen Topf wird ein wenig von der frischen Kübelpflanzenerde eingefüllt. Dann wird die Pflanze aus dem alten Kübel herausgenommen. Stand sie schon mehrere Jahre darin, sollte auch versucht werden, die alte Erde aus dem Wurzelballen so gut es geht herauszubekommen. Anschließend die Wurzeln rings herum mit der Schere ein wenig kürzen und die Pflanze in den neuen Kübel setzen. Den Kübel mit frischer Erde sorgfältig füllen, auch zwischen den Wurzeln. Bis zum oberen Kübelrand sollte fünf Zentimeter Luft gelassen werden. Das ist zwar ein wenig Arbeit, vor allem, wenn es gleich um mehrere Kübelpflanzen geht, aber es lohnt sich auf alle Fälle, denn die Pflanzen werden sich prima entwickeln.

Dünne und längliche Triebe abschneiden

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Die sogenannten Gailtriebe sollten abgeschnitten werden.

Bei sogenannten Gailtrieben handelt es sich um dünne, längliche Triebe, die viele Pflanzen im Winterquartier bekommen. Wenn die Pflanzen zu dunkel stehen, schießen diese Triebe aus den Pflanzen heraus und wollen mit ihren kleinen Blättern möglichst viel von dem schwachen Licht einfangen. Deshalb wachsen sie sehr schnell und sind dünn und weich. Schneiden Sie diese Triebe am besten ab, denn durch diese werden Schädlinge angezogen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Gartentipps | 18.02.2017 | 06:50 Uhr

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