Stand: 14.09.2017 09:01 Uhr

Gründüngung im Herbst stärkt Gemüsepflanzen

Gurken, Tomaten, Salate, Brokkoli - viele Gartenbesitzer haben Freude an der Anzucht verschiedener Gemüsesorten. Die Pflanzen entziehen dem Boden jedoch im Verlauf des Jahres bestimmte Nährstoffe, die sie zum Wachsen oder zur Fruchtbildung benötigen. Diese Nährstoffe müssen dem Boden zurückgegeben werden, wenn dort auch in den nächsten Jahren Pflanzen kräftig wachsen sollen. Eine besonders empfehlenswerte Methode ist die Gründüngung.

Zwei Gärtner stehen im Garten und düngen das Hochbeet

Ernte und Gründüngung im Hochbeet

Mein Nachmittag -

Gartenprofi Matthias Schuh zeigt, wie ausgelaugter Boden durch Gründüngung mit Gelb-Senf, Klee oder Bienenfreund gelockert und mit Stickstoff angereichert werden kann.

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Phacelia und Co im Herbst säen

Mit der Gründüngung kann man dem abgeernteten Boden bereits im Herbst und Winter etwas Gutes tun. Bestimmte Pflanzen, die im Herbst als Nachsaat auf freie Flächen ausgebracht werden, geben dem Gartenboden neue Kraft für das nächste Frühjahr. Zu diesen Pflanzen gehören unter anderem Perserklee, Gelbe Lupine oder auch Phacelia. Diese Pflanzen wachsen sehr schnell, bedecken den Boden, lockern mit ihren Wurzeln den Boden und können nach wenigen Wochen bereits abgeschnitten und in den Gartenboden eingearbeitet werden.

Aus Grünmasse entsteht wertvoller Humus

Danach kommen die im Boden lebenden Kleinlebewesen und Mikroorganismen ins Spiel. In den obersten 30 Zentimetern eines Quadratmeters gesunden Gartenbodens leben bis zu zehn Milliarden Strahlenpilze, mehrere Hundert Millionen Einzeller und etwa 100 bis 200 Regenwürmer. Diese kleinen Helfer verwerten und zersetzen die Grünmasse und wandeln sie in wertvollen Humus um. Die dabei frei werdenden Nährstoffe wirken dann im nächsten Jahr als Dünger für die Kulturpflanzen, die wir in den Boden bringen.

Regelmäßig düngen lohnt sich

Gründünger-Pflanzen sollten Hobbygärtner jedes Jahr ausbringen, denn wer regelmäßig mit Gründünger arbeitet, schließt damit praktisch den natürlichen Kreislauf und erspart sich in vielen Fällen den Einsatz anderer Düngemittel. Mit Gründünger können übrigens auch die meistens sehr verdichteten Gartenböden bei neuen Reihenhäusern oder Einfamilienhäusern aufgelockert werden.

Gründünger im Gemüsebeet aussäen

Dieses Thema im Programm:

Nordmagazin | 07.09.2017 | 19:30 Uhr

mit Video

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