Stand: 17.11.2015 16:21 Uhr  | Archiv

Eine Vogelhecke pflanzen

Wer nicht nur sich selbst, sondern auch den Vögeln und Insekten im Garten etwas Gutes tun will, pflanzt sogenannte Vogelnährgehölze. Diese heimischen, fruchttragenden Sträucher lassen sich hervorragend als Hecke oder auch als einzelne Hingucker pflanzen.

Richtig pflanzen

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Hübsch anzuschauen und ein beliebter Vogelplatz - die Schlehe.

Wer seine Vögelnährgehölze so tief pflanzt, wie sie in der Baumschule standen (zu erkennen an der bräunlichen Verfärbung am Wurzelhals) gibt der Pflanze eine bessere Anwachsgarantie. Bei sogenannter Wurzelware sollten nur angebrochene oder verletzte Wurzeln glatt zurückgeschnitten werden. Ein allgemeiner Rückschnitt der Wurzeln ist nicht empfehlenswert. Etwas teurere Gehölze im Container werden in jedem Fall ausgetopft. Gehölze mit Ballentuch stellt man mit dem Tuch in das vorbereitete Pflanzloch. Nachdem etwa zwei Drittel mit Erde aufgefüllt wurde, wird das Tuch oben geöffnet und leicht zurückgeschlagen. Dadurch wird ein späteres Einschnüren verhindert.

So entsteht eine Hecke

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Die neue Hecke sollte in spätestens zwei Jahren schön dicht sein.

Die Pflanzabstände sollten circa einen Meter betragen, wenn in einer Reihe gepflanzt wird. Wer eine breitere Hecke haben möchte, pflanzt die Sträucher im Zick-Zack und hält etwa 70 Zentimeter Abstand. So hat jeder Strauch genügend Platz, um sich vollständig zu entwickeln. Das Pflanzloch ist in etwa doppelt so groß wie der Wurzelballen und kann gerne mit Kompost angereichert werden. Das gibt der jungen Pflanze einen Nährstoffschub und sie wächst gut an. Gut, aber vorsichtig festtreten und reichlich angießen. Wer sich für eine Kombination aus verschiedenen Vogelnährgehölzen entscheidet, hat spätestens in zwei Jahren einen bunten Sichtschutz - und im Herbst dann viel Freude an vielen hungrigen gefiederten Besuchern im Garten.

Wahre Leckerbissen für die gefiederten Freunde

  • Gemeiner Schneeball: Der einheimische Strauch wächst dicht verzweigt und erreicht ausgewachsen eine Höhe von bis zu vier Metern. Ab Juni blüht er weiß, im Herbst trägt er rote Früchte, die den Vögeln besonders gut schmecken. Der Schneeball verträgt Schatten und begnügt sich mit einem durchlässigen normalen Gartenboden.

  • Die Schlehe: Besonders hübsch sind die Blüten der Vogelschutzpflanze, im Herbst bildet sie dann die bekannten Schlehenfrüchte. Den Zweitnamen Schwarzdorn verdankt sie den dunklen Dornen an ihren Zweigen.

  • Die Felsenbirne: Die Amelanchier kann bis zu vier Metern hoch werden. Die Blätter sind beim Austrieb kupferrot, dann grün und im Herbst leuchtend gelb bis orangerot. Ein Strauch, der durch seine wechselnde Farbenpracht das gesamte Jahr über fasziniert.

  • Die Wiesenrose: Jeder kennt die roten Hagebutten, die bis in den Winter hinein an der Carolina-Rose haften. Doch schon im Juni bezaubert sie mit duftenden hellrosa Blüten. Am liebsten wächst die Wiesenrose auf sandigen Böden.

  • Die Kornelkirsche: Der Hartriegel blüht oft schon im März/April und ist daher eine besonders wichtige Bienennährpflanze. Später schmecken die dunkelroten Früchte nicht nur den Vögeln, sondern sie lassen sich auch gut zu Marmelade oder Likör verarbeiten.

  • Die Berberitze: Der bis zu drei Meter hoch wachsende Strauch duftet stark und blüht von Mai bis Juni. Ab August trägt er rote bis zu einem Zentimeter lange Beeren.

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Dieses Thema im Programm:

Mein Nachmittag | 18.11.2015 | 16:10 Uhr

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