Stand: 27.09.2017 10:20 Uhr

Eine Kräuterspirale für den Garten anlegen

Eine Kräuterspirale bietet nicht nur eine tolle Möglichkeit, verschiedene Kräuter im eigenen Garten zu pflanzen, sondern ist auch eine ganz besondere Augenweide. Praktisch ist, dass immer eine große Auswahl frischer Kräuter vorhanden ist. Eine Kräuterspirale funktioniert mit einem ganz einfachen Trick: Durch die Spiralform können auf engstem Raum verschiedene Feucht- und Klimazonen simuliert werden - inklusive Teich.

Kräuterspirale hat vier Zonen

Mit einem leichten Anstieg bis zum höchsten Punkt ist die Kräuterspirale in vier Zonen aufgeteilt: Ganz unten befindet sich der Nassbereich. Hier finden wasserliebende Pflanzen wie Brunnenkresse oder Wasserminze ihren Platz. An die Nasszone angrenzend befindet sich die Feuchtzone, wo Kerbel, Petersilie, Basilikum und Bärlauch gut wachsen. Im normalen Bereich Schnittlauch, Koriander und Minze pflanzen. Am wärmsten und trockensten ist der höchste Punkt der Spirale: Das ist die mediterrane Zone. Hier gedeihen Salbei, Thymian, Majoran, Rosmarin, Oregano, Lavendel und Lorbeer.

Das benötigte Material:

  • Pflöcke, Kordel
  • Spaten
  • Klinkersteine, grober Schotter
  • Gartenerde, Sand, Kompost
  • Fertigteich, Baubottich
  • Steine zum Aufschichten der Spiralmauer

Geeigneten Platz finden und abstecken

Als erster Schritt ist die Auswahl des Standorts entscheidend. Der Platz sollte mindestens drei Meter Durchmesser haben und möglichst sonnig liegen. Jede Kräuterspirale kann ganz individuell gestaltet werden. Wichtig ist nur, dass die Pflanzen genug Platz haben, um sich zu entfalten. Ist der passende Standort gefunden, einfach mithilfe von Pflöcken und Kordel einen Grundriss abstecken. Dieser sollte an ein Schneckenhaus erinnern. Wichtig: Der Teich sollte am Ende der Spirale in Richtung Süden platziert sein. Nur so kann garantiert werden, dass jede Pflanze auch die richtige Klimazone erhält.

Grundlage mit Schotter bilden und Mauer errichten

Als Nächstes wird ein Spaten benötigt: Insgesamt sollte der Boden für die Spirale etwa 30 Zentimeter tief ausgehoben werden. Nur der Teich am Fuß der Spirale sollte etwa 10 Zentimeter tiefer gegraben werden. Um Staunässe zu verhindern und ein stabiles Fundament zu legen, wird das Erdloch mit einer 10 Zentimeter dicken Schicht grobem Schotter aufgefüllt. Die Stelle, an der später der Teich seinen Platz findet, sollte jedoch ohne Schotter bleiben. Um die Mauer zu errichten, werden die Steine von außen nach innen hin höher werdend spiralförmig angelegt. Die Mauer sollte am höchsten Punkt 80 Zentimeter erreichen. Um es besonders natürlich wirken zu lassen, sollte möglichst kein Mörtel verwendet werden. Das hat auch den Vorteil, dass Thymian und Dost in die Spalten gepflanzt werden können und nützliche Tiere wie Eidechsen dort ein Zuhause finden.

Erdmischungen anpassen und einfügen

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Die Kräuterspirale bietet unterschiedlichen Pflanzen auf engem Raum genügend Platz.

Steht die Mauer, kann der Schotter hinzugefügt werden. Hierbei gilt es, den Schotter von der Höhe her spiralförmig einzufüllen, sodass am höchsten Punkt 50 Zentimeter erreicht werden und zum auslaufenden unteren Ende die Schicht nahezu ebenerdig wird. Um die Spirale nun mit Erde zu füllen, muss man die verschiedenen Klimazonen beachten. Beim oberen Ende der Spirale sollte die Gartenerde zur Hälfte mit Sand gemischt werden und entspricht damit den Pflanzen der Trockenzone. Richtung unterem, auslaufendem Ende sollte immer weniger Sand verwendet werden und stattdessen Kompost hinzugefügt werden, bis am Teich ein Mischverhältnis von einer Hälfte Gartenerde und einer Hälfte Kompost entstanden ist. Am Ende sollte die Spirale an ein Schneckengehäuse erinnern, mit einem flachen Anfang am äußeren Ende der Spirale und einer erhöhten Spitze in der Mitte.

Anlegen des Teichs

Als letzter Schritt wird der Teich angelegt. Hierfür eignet sich entweder ein fertiger Teich aus dem Baumarkt oder ein einfacher Baubottich. Der Behälter sollte in etwa 30 bis 40 Zentimeter Tiefe sitzen. So lässt er sich ganz einfach in das vorgefertigte Loch einsetzen. Dann den Behälter mit Sand befüllen und Wasser hineingießen. Der Rand kann mit Feldsteinen dekoriert werden.

Bis zur Bepflanzung braucht es Geduld

Die Kräuter nicht sofort in das Beet setzen, sondern erst mal einen ordentlichen Schauer abwarten und dann gegebenenfalls etwas Erde nachschütten. Dann aber darf die Saison der leckeren und duftenden Kräuter beginnen.

Diese Kräuter eignen sich zur Bepflanzung

  • 4 Brunnenkresse
  • 1 Kerbel
  • 1 Blattpetersilie
  • 1 Strauchbasilikum (Staude)
  • 1 Bärlauch
  • 2 Schnittlauch
  • 1 Koriander
  • 1 Ananasminze
  • 1 Ananassalbei
  • 1 Zitronenthymian
  • 1 Kugelthymian
  • 1 Staudenmajoran
  • 1 Rosmarin
  • 1 Oregano (scharf)
  • 1 hängender Oregano
  • 1 Lavendel
  • 1 Lorbeer

Weitere Informationen

Zutaten-Lexikon: Kräuter

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Dieses Thema im Programm:

NDR Fernsehen | HAUEN STECHEN HARKEN | 08.10.2017 | 16:00 Uhr

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